Ahnenforschung im EAF
29.08.2023 |
Im Erzbischöflichen Archiv befinden sich circa 5.000 Mikrofilme, die kostenlos von Nutzerinnen und Nutzern zur Familienrecherche genutzt werden können.
Im Erzbischöflichen Archiv befinden sich circa 5.000 Mikrofilme, die kostenlos von Nutzerinnen und Nutzern zur Familienrecherche genutzt werden können. Sie wurden in den 1970er und 1980er Jahren von Mitgliedern der Glaubensgemeinschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage angefertigt. Ihre logistische und organisatorische Leistung bestand darin, sämtliche Pfarrhäuser aufzusuchen und die vorgefundenen Kirchenbücher abzufotografieren, um daraus Abzüge in Form von Mikrofilmen herzustellen. Damit war der Grundstock der heute noch intensiv im EAF genutzten Filmrollen angelegt.
Die Filme im EAF werden in Schubladen aufbewahrt und sind nach Orten (genauer: nach Pfarreien) geordnet. Ihre Laufzeit endet in der Regel um 1900, da insbesondere die langen kirchlichen Schutzfristen für Taufen (120 Jahre) und Ehen (100 Jahre) zu berücksichtigen waren. Die beschrifteten Packungen enthalten auf den ersten Blick merkwürdige Kürzel: die Buchstaben „T“, „E“, „To“, „F“ und „Fi“. Sie stehen für die kirchlichen Amtshandlungen, die in den Kirchenbüchern dokumentiert sind: Taufen (T), Eheschließungen (E), Beerdigungen (To), Firmungen (Fi). Familienbücher (F) wurden in vielen Pfarreien angefertigt, wurden aber nur in einigen Fällen mitverfilmt.
Die eigene Familienrecherche ist ohne Zweifel eine für Privatpersonen besonders wichtige und mitunter emotionale Aufgabe. Sie gehört aber nicht zu den Aufgaben des Archivpersonals. Letzteres unterstützt gerne bei der Ortssuche (zu welcher Pfarrei gehörte ein bestimmter Ort?), hilft bei technischen Fragen (wie bediene ich das Lesegerät?), bei lateinischen Vokabeln oder schwer lesbaren Schriften. Die Nutzerin oder der Nutzer arbeitet ansonsten selbstständig.
Tipps zur Suche:
- Gehen Sie vom sicheren Datum aus und arbeiten Sie sich weiter in die Vergangenheit zurück
- Sie sollten die Orte kennen, an denen Sie suchen wollen („Frau Schäfer, die um 1865 in Baden getauft wurde“, ist keine Angabe, mit der Sie hier suchen können)
- Sie sollten ältere Schriften (dt. Kurrent) lesen können und Geduld für die mitunter unschönen Handschriften mitbringen
- Daten aus dem Internet sollten an den Mikrofilmen überprüft werden, denn die Internetsuche per Name kann in die Irre führen (bedenken Sie bei der Suche nach Ihrem Vorfahren Johannes Maier, dass meist mehrere Johannes Maier ähnlichen Alters zeitgleich in derselben Pfarrei oder benachbarten Orten gelebt haben; entsprechend muss nicht gleich der erste Treffer auf FamilySearch oder anderen Plattformen der gesuchte Vorfahre sein)
Zu diesem Thema
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