Angebote für Menschen im Gefängnis

 

Derzeit leben in Baden-Württemberg etwa 8.500 inhaftierte Menschen in 18 Justizvollzugsanstalten mit 34 Außenstellen, drei Jugendarrestanstalten, einem Justizvollzugskrankenhaus und einer Sozialtherapeutischen Anstalt mit Außenstelle. 24 dieser Anstalten befinden sich auf dem Gebiet der Erzdiözese Freiburg. In den Justizvollzugsanstalten auf dem Gebiet der Erzdiözese Freiburg arbeiten sechs katholische Seelsorgerinnen und Seelsorger hauptberuflich und 16 nebenberuflich. Hinzu kommt etwa die gleiche Zahl an evangelischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Die Gefängnisseelsorgerinnen und -seelsorger der Erzdiözese Freiburg kommen aus verschiedenen pastoralen Berufen: Priester, Ständige Diakone, Pastoralreferenten und Ordensschwestern.

Aufgaben
Gefängnisseelsorge begleitet Menschen im Gefängnis aus dem befreienden Geist Jesu. Sie weiß sich dem Wort der Heiligen Schrift verbunden: "...ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen" (Mt 25,36). Sie richtet sich vor allen an die Gefangenen, schließt aber deren Angehörigen und die Bediensteten der Gefängnisse bewusst ein. Die Gefängnisseelsorge will Brücken bauen und Freiräume ermöglichen, damit Leben in Haft ausgehalten und angenommen werden kann. Sie will Menschen in ihrem Bemühen bestärken, umzukehren und ein sinnerfülltes Leben ohne Straffälligkeit zu führen. Damit stellt sie sich in einem spannungsreichen Arbeitsfeld herausfordernden Begegnungen mit Menschen in existen-tiellen Situationen. Gefängnisseelsorge versteht sich als ein kirchlicher Dienst für die Menschen im Gefängnis, für die Justizvollzugsanstalten selbst und für die ganze Gesellschaft.
  

Ansprechperson

Peter Holzer

Dekan im Vollzugsdienst