Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie

 
Wir als Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie tragen dazu bei, dass Kirche in der Erzdiözese Freiburg ihrem Sendungsauftrag gerecht werden kann. Unsere Arbeitsweise ist von Vernetzung und Zusammenarbeit mit vielen Akteuren geprägt. Unser Schwerpunkt liegt darauf, Entwicklung zu ermöglichen und Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. 

Dazu beobachten wir globale und lokale Entwicklungen, regen dazu an, bestehende Strukturen und Haltungen zu hinterfragen, initiieren die Diskussion über mögliche Konsequenzen und bereiten strategische Entscheidungen vor. Gemeinsam mit den Handelnden in den Pfarreien schauen wir auf die Situation und die Entwicklungen der Kirche vor Ort, bereiten Veränderungsprozesse vor und begleiten sie. 
 

Themen | Schwerpunkte

 

Damit Mitarbeitende eine Orientierung haben und die Weiterentwicklung der Pfarrei zielgerichtet stattfinden kann, braucht es eine Ausrichtung. Eine Vision und Ziele sind eine solche Ausrichtung.
 
Die Pfarreistrategie ist dafür das unterstützende Steuerungsinstrument. Sie hilft, aus der Vision konkrete Ziele abzuleiten, den Weg in die anvisierte Zukunft gezielt zu gestalten, sich zu fokussieren und schafft damit Klarheit im täglichen Handeln.
 
Wir unterstützen die Pfarreien dabei, eine wirkungsvolle und umsetzbare Strategie zu formulieren. Damit das gelingt wollen wir gemeinsam mit den Pfarreien und für die Pfarreien einen passgenauen Prozess mit anwendbaren Tools, Instrumente und Kriterien entwickeln, diesen implementieren und nach einer Resonanzschleife bei uns ein Feedback zu den Strategien geben.
 

Mit LEVI wird das Freiburger Programm zur kanonischen Visitation bezeichnet. Es ist eines der Leitungsinstrumente für die Pastoral und die Grundlage für die Visitationspraxis in der Erzdiözese Freiburg. Der Name LEVI leitet sich aus den Schlüssel-Begriffen Lernen, Entwickeln, Vereinbaren und Inspirieren ab. LEVI wurde in Anlehnung an bereits bestehende Qualitätsmanagement-Systeme entwickelt. Es dient der Standortbestimmung von Kirchengemeinden, einer fundierten Auseinandersetzung mit Fragen der „Qualität in der Pastoral“ und der Weiterentwicklung der pastoralen Praxis.
 
Auf der Basis einer Würdigung bisheriger Erfolge (Wirkungsüberprüfung) werden die nächsten Schritte der Organisationsentwicklung geplant, die den Sendungsauftrag der Kirche weiter konkretisieren helfen. Im Blick auf die veränderten Grundbedingungen der Pfarreien (s. Kirchenentwicklung 2030) wird LEVI derzeit grundlegend weiterentwickelt.
 

Wie wollen wir heute Kirche sein? Wie reagieren wir auf gesellschaftliche Veränderungen? Angesichts der hohen Austrittszahlen und der rasch wachsenden religiösen Sprachlosigkeit bis hin zum Verlust von Religion müssen neben der Suche nach Antworten aus der Tradition auch neue Wege gegangen werden.  Innovative Ideen sind gefragt und Menschen, die diese ausprobieren und umsetzen – neue Wege, wie wir unseren Glauben leben, feiern und verkünden.
 
Da Engagement und Ressourcen begrenzt sind, sind auch als Gegenstück oder notwendige Ergänzung zur Innovation Exnovationen zu planen, anzustoßen und zu entwickeln. Exnovation verstehen wir als das bewusste Beenden von Projekten, Strukturen, Aktivitäten etc.. Die Stabsstelle vernetzt die verschiedenen Akteure, die zu Innovation und Exnovation arbeiten. Sie entwickelt und verantwortet die Innovations- und Exnovationsstrategie der Erzdiözese.
 

Papst Franziskus hat im Oktober 2021 einen weltweiten synodalen Prozess angestoßen. Dieser Prozess ist mit der Weltbischofssynode im Oktober 2024 einen ersten Höhepunkt erreicht und wird unter seinem Nachfolger Papst Leo XIV. fortgesetzt. Bereits im März 2019 hatten die deutschen Bischöfe und das ZdK einen Synodalen Weg für die Kirche von Deutschland beschlossen.
 
In der Erzdiözese Freiburg gibt es bereits seit vielen Jahren eine Kultur der Synodalität, die auch in Zukunft auf Basis dieser Prozesse weiterhin gelebt und entwickelt werden soll. Die Stabsstelle fördert insbesondere eine Kultur der Synodalität und Partizipation. Sie bietet Veranstaltungen und Fortbildungen an, sammelt und stellt Werkzeuge für eine synodale Kultur in unserem Erzbistum zur Verfügung und informiert zu deutschlandweiten und internationalen Angeboten.
 

Bistumsatlas und Statistik Dashboard

Die Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie koordiniert und betreut den Bistumsatlas und das Statistik Dashboard. Der Bistumsatlas gibt einen Überblick über die Erzdiözese Freiburg und die 36 Pfarreien. Mithilfe einer interaktiven Karte kann nach Kirchen, Gemeindehäusern, Kindertageseinrichtungen, Schulen oder sozialen Einrichtungen gesucht werden. Im Statistik Dashboard können Interessierte Daten z.B. über die Anzahl der Katholikinnen und Katholiken einer Pfarrei in der Erzdiözese insgesamt finden.

Kollaborationstool

Für die Zusammenarbeit der Engagierten in den Pfarreien in der Erzdiözese sowie über die Pfarreien hinaus wird 2026 eine digitale Plattform zur Verfügung gestellt. Über diese Plattform können sich die verschiedenen Teams in den Pfarreien untereinander vernetzen, kommunizieren und ihre Aufgaben organisieren. Die Plattform dient dazu, ein Netzwerk für die ganze Pfarrei und darüber hinaus entstehen zu lassen. Die Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie koordiniert gemeinsam mit anderen Stellen die Einrichtung der Plattform für die Erzdiözese und die Einführung vor Ort.

Evaluation und Wirkungsorientierung

In Verbindung mit dem strategischen Ziel, wirkungsorientiert zu arbeiten, werden Instrumente benötigt, um Daten zu erheben und Wirkungen zu messen. Die Stabsstelle hat die Aufgabe, solche Instrumente zur Verfügung zu stellen – wie z.B. Online-Tools zur Auswertung von Angeboten. Die Stabsstelle entwickelt dabei auch Hilfen, die die Nutzer in die Lage versetzen, die Instrumente im Sinne eines wirkungsorientierten Arbeitens einzusetzen.

Konstruktive Konfliktbearbeitung

Die Stabsstelle unterstützt den Generalvikar bei der Entwicklung eines Handlungsrahmens zur konstruktiven Konfliktbearbeitung in der Erzdiözese, wie es das Diözesanforum zur Umsetzung der Diözesanstrategie vorgeschlagen hat.
 

Zielvereinbarungsgespräche (ZVG) sind strukturierte Gespräche zwischen Mitarbeitenden und Dienstvorgesetzten. Sie bieten einen Rahmen, um Aufgaben, Prioritäten und Erwartungen zu klären und die Zusammenarbeit zu besprechen. Ziel ist es, Orientierung zu geben, den Dialog zu fördern und Entwicklung zu ermöglichen.
 
ZVG sollen vor allem eine offene Gesprächskultur unterstützen und helfen, Verantwortung und Ausrichtung gemeinsam zu klären. So können sie sowohl einzelne Mitarbeitende als auch die Organisation insgesamt stärken. Die Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie entwickelt in Zusammenarbeit mit der Personalentwicklung das Format weiter und stellt Leitfäden sowie Orientierungshilfen bereit.

Sie unterstützt Führungskräfte dabei, die Gespräche im Arbeitsalltag gut umzusetzen, insbesondere durch klare Strukturen, Materialien und abgestimmte Prozesse. Ziel ist ein einfaches und verständliches Instrument, das im Alltag hilfreich ist.
 

Kirchenentwicklung 2030 ist mehr als eine territoriale Neuausrichtung von Pfarreien. Es geht um eine veränderte Kultur des Miteinander-Unterwegsseins.  Die Ergebnisse der Diskussionen in den verschiedenen Gremien auf Pfarrei- und Diözesanebene in der Phase des Projekts bis 2026 sind in einem Zielbild der künftigen „Substruktur und Leitung in der Pfarrei“ gebündelt beschrieben. Dieses Bild ist ein Modell der zukünftigen Pfarreien und bildet damit Leitplanken in der jetzigen Phase der Entwicklungen in den Pfarreien. Der Start der neuen Pfarreien am 01.01.2026 ist allerdings kein Schalter, den man umlegt, um von jetzt auf gleich dieses neue Modell umzusetzen.
 
Es handelt sich um einen Prozess, in dem sich die Pfarreien bis 2030 jede auf ihre Weise schrittweise dem Zielbild nähern. Dieser Zeitraum soll als eine Phase der Erprobung und Einübung dienen, in der Fehler gemacht werden dürfen und Korrekturen vorgenommen werden können. Die Stabsstelle unterstützt und begleitet diesen Übergang und arbeitet dazu eng mit den Pfarreien und den verschiedenen Fachbereichen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Erzbischöflichen Ordinariates zusammen.
 

Standards beschreiben im Unterschied zu Normen nicht, was gemacht werden muss, sondern wie etwas gemacht werden muss. Sie beschreiben Mindestanforderungen, die nicht unterschritten, aber jederzeit übertroffen werden können. Diözesane Standards in der Pastoral bilden neben der Diözesanstrategie den inhaltlichen Rahmen, in denen Subsidiarität geschieht.
 
Sie sichern die Qualität der pastoralen Arbeit und bieten für das haupt- wie ehrenamtliche Engagement Orientierung vor Ort. Aktuell werden für zehn pastorale Themenfelder diözesane Standards entwickelt. Die Stabsstelle verantwortet den Prozess der Entwicklung und begleitet die Implementierung.
 

Eine der wichtigsten Aufgaben der Stabsstelle ist die strategische und operative Führung des Projekts Kirchenentwicklung 2030. Dieses Projekt hat das Ziel, sicherzustellen, dass das Evangelium – mit Erzbischofs Stephans Worten – auch in Zukunft „in unserer Gesellschaft präsent ist und die Kirche als Gemeinschaft im Glauben lebt und wächst.“
Im Rahmen dieses Projekts entwickelt die Stabsstelle in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Erzbischöflichen Ordinariates gezielte Projekte und Maßnahmen.
 
  

Ansprechpersonen

Leitung Stabsstelle Kirchenentwicklung und Strategie
Büroleitung
Assistenz
Referent (Strategie)
Referentin (Zielvereinbarungsgespräche)
Leitung Referat Visitationen und pastorale Entwicklung
 

Veranstaltungen | Termine

  
Mo. 08.06.2026
19:30 - 21:30
Digitale Praxis-Impulse für engagierte Gemeindeteams
Online
Mi. 30.09.2026
19:30 - 21:30
Onlinevernetzung für Engagierte im Gemeindeteam
ONLINE
Di. 17.11.2026
19:30 - 21:30
Digitale Praxis-Impulse für engagierte Gemeindeteams
online