Praxis Digitale Archivierung: Instagramdaten exportieren

22.02.2024 |

Manchmal möchte man Inhalte aus Instagram löschen, Kontos stilllegen oder Fotos, die man mal online geteilt hat, nochmals offline sichern. Auch können projektbezogene Seiten nach Abschluss zu Dokumentationszwecken aufgehoben werden. Daten aus Instagram zu bekommen, kann natürlich auch im Bereich des sogenannten "Personal Archiving" relevant sein: etwa wenn man Inhalte seines Kontos in andere Kontexte, Datenbanken oder Anwendungen überführen möchte. 

Die Möglichkeit zum Download von personenbezogenen Daten, Fotos, Kommentaren etc. ist recht vielfältig, beim ersten Mal jedoch nicht so leicht zu finden. Hier eine kleine Anleitung, wie man Daten der beliebten Fotoplattform sichern und aufbereiten kann, um diese im Anschluss weiter zu verwenden.  
 
1. Klicken Sie in ihrer Profilansicht auf die drei Striche in der oberen rechten Ecke (das sogenannte Burger-Menü). 
 
 
2. Es öffnet sich ein Kontextmenü, in dem Sie verschiedene Auswahlmöglichkeiten haben. Um zum Datendownload zu kommen, wählen Sie "Einstellungen und Privatsphäre".
 
 
3. Im sich öffnenden Fenster finden Sie den Menüpunkt "Kontenübersicht". Wählen Sie diesen aus.
 
4. In diesem Teil finden Sie die verschiedenen Einstellmöglichkeiten des Kontos.  Scrollen Sie etwas nach unten. Im Bereich "Kontoeinstellungen" finden Sie den Unterpunkt "Deine Informationen und Berechtigungen".
 
 
5. Im sich öffnenden Menü wählen Sie den Punkt "Deine Informationen herunterladen".
 
 
6. Im sich öffnenden Fenster kann man nun auswählen "Informationen herunterladen oder übertragen".
 
 
7. Falls Sie mehrere Konten oder Verknüpfungen haben, können Sie nun auswählen, von welchen Konten Informationen exportiert werden sollen. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, klicken Sie auf "Weiter". 
 
 
8. Im nachfolgenden Fenster werden Sie danach gefragt, welche Informationen Sie exportieren möchten. Wenn Sie auf "Einige Informationen" klicken, werden Sie für jedes zuvor ausgewählte Konto gefragt, was Sie exportieren wollen. Die Möglichkeiten sind sehr granular. Unter anderem können Sie die eigenen Aktivitäten, Kommentare, Nachrichten, Abos, Follower, Gefolgten Personen, aber auch personenbezogene Daten wie Geräteinformationen oder digitale Wallets auswählen. 
 
 
9. Wenn Sie Ihre Auswahl getroffen haben, werden Sie gefragt, ob die Daten auf das Gerät gespeichert werden sollen oder an einen zuvor verknüpften Googledrive gesendet werden sollen. Wenn Sie sich entschieden haben, klicken Sie auf "Weiter".
 
10. Zum Abschluss erhalten Sie eine Zusammenfassung und werden gefragt, in welchen Dateiformaten die entsprechenden Daten ausgespielt werden sollen. HTML eignet sich generell zur Ansicht der Daten besser, JSON ist ein Format mit dem Sie unkompliziert Daten an andere digitale Systeme importieren können. Zur Medienqualität empfiehlt sich für einen dauerhaften Export in der Regel eine hohe Qualität (nach Möglichkeit mit nur geringen Komprimierungsverlusten). Dies kann jedoch das Downloadpaket und die Dauer des Downloads vergrößern. Klicken Sie im Anschluss auf "Dateien erstellen". 
 
Der Prozess kann nun, je nach Anzahl der Fotos und Daten, etwas dauern. Wenn dies abgeschlossen ist, werden die Daten je nach vorher ausgewählter Option entweder im Googledrive oder auf dem Gerät verfügbar und können nun für verschiedene Zwecke weiterverarbeitet, umsortiert oder zur Archivierung aufbereitet werden.
 
 
Tony Franzky
 
Hintergrund: Instagram
Instagram ist ein Soziales Netzwerk in dem Nutzerinnen und Nutzer vor allem Fotos und kurze Videos teilen, kommentieren, liken und reposten können. Die Plattform wurde 2010 gegründet und wurde 2012 von Meta übernommen. Sie stellt in der jüngeren Zielgruppe (25-34 Jahre) das bedeutendste soziale Medium dar. 2021 nutzten in Deutschland über 27 Millionen Menschen die Plattform.