6 Dinge, die du bei einem Archivbesuch beachten solltest

15.05.2024 | Do's und Don'ts im Lesesaal

Wie man sich unter gar keinen Umständen in einem Archiv (oder einer Bibliothek) verhält, hat Rowan Atkinson im klassischen Sketch von "Mr. Bean in der Bücherei" (engl. Original "The Library") aus dem Jahr 1991 demonstriert. Dort sieht Mr. Bean eine Handschrift aus dem 15. Jahrhundert ein und die Szenerie endet in einer Katastrophe. Was also tun, damit der nächste Archivbesuch kein Debakel wird?

Kein Essen und Trinken
Ein Archivtag kann sehr lang werden und neben der geistigen Nahrung darf natürlich auch das leibliche Wohl nicht fehlen. Im Lesesaal von Archiven werden dir jedoch oft einzigartige, historische Stücke vorgelegt. Deshalb ist das Essen und Trinken nur außerhalb des Lesesaals erlaubt. Manche Archive haben Aufenthaltsbereiche um sich, nach gelungener Aktenrecherche, wieder zu stärken. Am Besten du schaust vorher in die Nutzungsordnung oder fragst vor Ort nach, wo und wie du wieder zu Kräften kommen kannst.
 
Bitte nur Bleistifte
Weil Archivalien einzigartig sind, sind in den allermeisten Archiven nur Bleistifte erlaubt. Das schützt dich davor, aus Versehen Kugelschreibertinte auf Jahrhunderte alten Dokumenten zu verteilen und die Dokumente können noch von vielen weiteren Menschen eingesehen werden.
 
 
 
 
Akten sorgsam behandeln
Oft werden alte Materialien brüchig oder spröde. Damit noch viele weitere Leute nach dir Freude an geschichtsträchtigen Dokumenten haben können, achte bitte auf einen vorsichtigen Umgang. Benutze die Akten nicht als Unterlage für deine Notizen (auch Bleistifte können durchdrücken). Falls Akten eingebunden sind, lass dir dabei helfen, Sie zu öffnen, und falls du Beschädigungen feststellst, frag einfach die Lesesaalaufsicht um Rat.
 
Die Finger nicht anlecken
Spätestens durch Pater Jorge von Burgos in "Der Name der Rose" wissen wir, was das Anlecken beim Umblättern einer Seite so alles anrichten kann. Zwar sind die meisten Archivalien nicht mit Gift versetzt, je nach Geschichte und Provenienz der Stücke können aber Reste von Staub, Fledermauskot oder Schimmelsporen am Papier anhaften. Dies dann beherzt mit befeuchteten Fingern in den Mund zu befördern, ist daher keine gute Idee. Außerdem begünstigt die Feuchtigkeit an den Fingern, dass Schaden an den alten Dokumenten entstehen kann. Je nach Häufigkeit und Material können manche Stücke so schon nach wenigen Malen Beschädigungen aufweisen.
 
Jacken, Taschen und Rucksäcke in die Garderobe
Auch wenn deine neue Jacke noch so schick ist, lass Sie besser in der Garderobe oder dem Spind! Gerade in den kälteren Monaten kann Oberbekleidung klamm oder feucht sein. Es gibt (leider) auch keine Archivalien 2 Go: ein Rucksack oder eine Tasche brauchst du daher ebenfalls nicht im Lesesaal. Schließ am Besten alle Sachen, die du nicht benötigst, ein.
 
 
Frau die in einem Archiv sitzt und Dokumente studiert
Genieß es!
Die Erfahrung mit einzigartigen Originaldokumenten und Stücken aus der Geschichte zu arbeiten, eventuell noch einige Geheimnisse zu lüften und vielleicht sogar Archivalien in der Hand zu halten, die seit 200 Jahren niemand mehr berührt hat, kann man schnell im ganzen Forschungseifer vergessen. Nimm dir daher die Zeit, um diesen Moment auch bewusst zu erleben!
 
 
 
 
 
Wenn du dich an diese wenigen Sachen hältst, steht einem erfolgreichen Besuch im Archiv nichts mehr entgegen! Falls jetzt dein Interesse geweckt ist und du z. B. das EAF aufsuchen magst, schreib gern eine E-Mail an archiv@ordinariat-freiburg.de. Unsere Beständeübersicht findest du hier und die Benutzungsordnung hier.
 
 
Tony Franzky