Ein Blick hinter die Kulissen
07.05.2024 |
Anfragen an das EAF
Vermutlich kennt jedes Archiv diesen Fall: das Telefon klingelt und am anderen Ende der Leitung möchte eine Person wissen, wie es mit der Anfrage aussieht. Während der eine mit seinem Anruf nur sichergehen möchte, ob die E-Mail auch angekommen ist, interessiert den anderen eher, wann er denn mit einer Antwort rechnen kann. Diese Alltagssituation nehmen wir zum Anlass, um die Bearbeitung von Anfragen im EAF zu erläutern.
Am Anfang des Prozesses steht der Posteingang: analog wie elektronisch. Heutzutage finden die meisten Anfragen in Form von E-Mails ihren Weg ins EAF. Eigens dafür gibt es ein allgemeines Postfach (archiv@ordinariat-freiburg.de), wobei auch jede / jeder Mitarbeitende eine eigene E-Mail-Adresse hat. Innerhalb des allgemeinen Postfachs gibt es Ordner, die nach den Mitarbeitenden benannt sind.
Der Archivleiter verteilt die eingegangenen Anfragen nun, indem er jede E-Mail in den Ordner der Person verschiebt, die sie bearbeiten soll. Diese zentrale Zuweisung ist sinnvoll, da unser Team aus Personen mit verschiedenen Wissens- und Arbeitsschwerpunkten besteht. Außerdem können auf diese Weise die individuelle Wochenarbeitszeit und Abwesenheiten wegen Urlaub oder Krankheit besser berücksichtigt werden.
Die weiteren Verarbeitungsschritte passieren im Dokumentenmanagementsystem (DMS). Die Kollegin im Sekretariat legt in der Akte „Anfragen“ in unserem DMS einen Vorgang an. Letzterer erhält eine Nummer und ist nach der anfragenden Person benannt, z. B. 2024-23-Mustermann, Max. Unterhalb des Vorgangs kommen als Elemente ein Eingangs- und ein Ausgangsschreiben hinzu.
Zunächst wird zum Vorgang ein Eingangsschreiben erstellt: auch dieses erhält eine eigene Nummer und wird mit Metadaten versehen, etwa dem Betreff, Adressfeld, Eingangsdatum der E-Mail, etc. Hier wird als Dokument dann die E-Mail selbst angehängt. Des Weiteren erstellt die Kollegin einen Geschäftsgang und weist eine Bearbeiterin / einen Bearbeiter zu. Erst jetzt wird die Anfrage im Arbeitskorb der Person sichtbar, welche die Anfrage beantworten soll.
Im DMS erzeugt die Bearbeiterin / der Bearbeiterin nun elektronisch ein Ausgangsschreiben, das sämtliche Informationen vom Eingangsschreiben übernimmt, damit in Bezug steht und eine eigene Nummer bekommt. Letztere wird in der Antwort als „unser Zeichen“ immer mit angegeben. Wenn die Antwort am Ende der Recherche verfasst worden ist – es ist in den meisten Fällen eine E-Mail mit ggf. einem Anhang (oft ein Scan) – dann wird sie einerseits an die anfragende Person verschickt und andererseits noch im DMS abgelegt. Dieselbe E-Mail wird einfach unter dem entsprechenden Ausgangsschreiben als Dokument hinzugefügt. Zuletzt kann noch der Geschäftsgang als „erledigt“ markiert werden, sodass die Aufgabe aus dem Arbeitskorb verschwindet.
Visualisierung des Prozesses
Unser DMS wird nicht nur im EAF zur Bearbeitung von Anfragen eingesetzt, sondern es ist das System für die elektronische Aktenführung. Diese digitale Verwaltung beinhaltet beispielsweise die Dokumentation von Projekten im Archiv, Pfarrarchivpflege, Akzessionen, Gebäudeangelegenheiten, Anschaffungen u. v. m.
Dasselbe DMS findet außerdem Verwendung in fast allen Abteilungen des Erzbischöflichen Ordinariats und ist somit das führende System der elektronischen Schriftgutverwaltung. Die Systemadministration liegt bei der Abteilung Schriftgutverwaltung.
Dasselbe DMS findet außerdem Verwendung in fast allen Abteilungen des Erzbischöflichen Ordinariats und ist somit das führende System der elektronischen Schriftgutverwaltung. Die Systemadministration liegt bei der Abteilung Schriftgutverwaltung.
Sarah Mammola




