
Zum anderen ist es ein Anliegen des Forums, immer wieder neu Möglichkeiten zur Begegnung mit Spuren jüdischer Kultur und Religiosität früherer Epochen sowie mit dem heute lebendigen Judentum zu eröffnen.
Das Forum will vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und für die Thematik sensibilisieren. Angesprochen werden sollen aber auch Multiplikatoren/-innen in der Arbeit mit jungen Menschen, z.B. Lehrer/-innen, Jugendseelsorger, Jugendreferenten/-innen.
- Begegnungswochenenden mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die über ihre individuellen Erfahrungen, ihre Lebensumstände sowie über ihr Leiden in der Zeit des Nationalsozialismus berichten.
- Besuch jüdischer Gemeinden in Baden
- Pädagogische Auseinandersetzung mit Antijudaismus und Antisemitismus in der Vergangenheit und in der Gegenwart.
Das Projekt
Am 22. Oktober 1940 wurden mehr als 5.600 Jüdinnen und Juden aus 137 Orten Badens in das Konzentrationslager in Gurs (Frankreich) deportiert. Vor diesem Hintergrund sind Jugendliche eingeladen, sich mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Baden auseinanderzusetzen - mit dem Ziel, nach einer gründlichen Spurensuche in den jeweiligen Orten und deren Dokumentation zwei identische Memorialsteine zu gestalten. Ein Stein bleibt vor Ort, der andere wird Teil eines zentralen Mahnmals für die deportierten Jüdinnen und Juden Badens.
Das Mahnmal
Das 25 mal 25 Meter große Mahnmal wurde vom Gondelsheimer Künstler Karl Vollmer entworfen und befindet sich auf dem Gelände der evangelischen Tagungsstätte in Neckarzimmern. Die Erinnerungsstätte hat die Form eines Davidsterns und soll an die zerstörten jüdischen Gemeinden und ihre Mitglieder erinnern. Am 24. Oktober 2004 wurde der Grundstein des Mahnmals gelegt. Am 23. Oktober 2005, dem 65. Jahrestag der Deportation, wird das Mahnmal der Öffentlichkeit übergeben.


