Erzdiözese erhält Preis „Kirche und bezahlbares Wohnen“

03.03.2026 | Landes-Jury zeichnet Campus St. Alban in Freiburg aus 

Freiburg/Stuttgart. Für den Um- und Ausbau des „Campus St. Alban“ hat die Erzdiözese Freiburg als Bauherrin einen Preis im Wettbewerb „Kirche und bezahlbares Wohnen“ erhalten. Die Jury des vom Land Baden-Württemberg ausgeschriebenen Preises wählte zehn von 33 eingereichten Projekten aus. Sie zeichne aus, in besonderer Weise zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums beizutragen und zugleich einen beispielhaften Charakter für kirchliches Engagement zu entfalten. Das Preisgeld beträgt jeweils 5000 Euro.
 
Der „Campus St. Alban“ in Freiburg-Littenweiler ist ein 1962 errichtetes Studierendenwohnheim, das zu einem nachhaltigen, inklusiven Campus weiterentwickelt wird, der auch Eltern-Kind-Wohnen sowie barrierefreie Einheiten umfasst. Die aus zehn Personen bestehende Jury würdigt genau dies: Das Projekt verbinde Bestandsumbau, nachhaltige Bauweise und neue Zielgruppen. Es sei insbesondere für Hochschulstandorte modellhaft übertragbar.
 
Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) hatte den Preis erstmals ausgeschrieben. „Wir machen damit gute Ideen sichtbar und unterstützen die Kirchen und Kommunen landesweit dabei, die kirchlichen Ressourcen für die Wohnraumversorgung nutzbar zu machen“, teilt Ministerin Nicole Razavi (MdL, CDU) jetzt bei der Bekanntgabe der Preisträger mit.
 
Eingereicht worden war das Projekt im vergangenen Herbst als gemeinsamer Beitrag der Erzdiözese Freiburg und dem Architekturbüro „ABMP Architektur und Generalplanung“. Alle zehn ausgezeichneten Projekte sollen bei einer Netzwerkveranstaltung im Lauf des Jahres noch gewürdigt und einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt werden, teilt das Ministerium mit. Der Termin dafür stehe noch nicht fest. Ziel der Veranstaltung sei es, die Projekte sichtbar zu machen, den fachlichen Austausch zu fördern und die Vernetzung zwischen den beteiligten Akteuren weiter zu stärken.
 
Hintergrund
 
Die Sanierung und Umgestaltung des studentischen Wohnheims hat im November 2025 begonnen. Neben dem Umbau bestehender Gebäude sehen die Baumaßnahmen auch die Errichtung von zwei neuen Komplexen vor. Die Erzdiözese will die Zahl verfügbarer Wohnplätze von 300 auf 350 steigern. Der neu gestaltete Campus soll Gemeinschaft durch Begegnung fördern, Bildung ermöglichen, geistliche Angebote bieten und ökologische Ziele umsetzen. Die Bauzeit soll im Herbst 2028 enden. Die Erzdiözese Freiburg plant rund 45 Millionen Euro zu investieren.
 
Insgesamt leistet die Erzdiözese mit der Baumaßnahme einen Beitrag gegen die Wohnungsknappheit in Freiburg. Sie bietet dann in ihren vier Wohnheimen in Freiburg insgesamt 750 Studierenden Platz. 
 
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(asc)