Antonia von Cirta (Hauptstadt der römischen Kolonie Numidien; das heutige Constantine in Algerien) erlitt während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Valerian (253–60) vermutlich am 6. Mai 259 den Märtyrertod. Als ihre Leidensgenossen werden u. a. die Heiligen Marian, Jakob und Tertulla genannt, der Soldat Aemilianus, eine Mutter mit ihren Zwillingen sowie die beiden aus Spanien verbannten Bischöfe Agapius und Secundus. Der Überlieferung nach erlitt eine hl. Antonia (deren Gedenktag mit dem 4. Mai angegeben wird) im 3. Jahrhundert für ihren Glauben außerordentliche Qualen – so soll man sie an ihrem Arm hochgezogen, drei Tage lang an einem Querbalken aufgehängt und anschließend für zwei Jahre eingesperrt haben, bevor sie den Tod im Feuer fand. Unklar ist jedoch, ob es sichum dieselbe Heilige handelt, da diese Legende von einer Verfolgung unter Kaiser Diokletian (284–305) berichtet.

Quelle: Herder-Verlag
