Konstituierende Vollversammlung des Diözesanrats

20. - 21. März 2026 - Oberkirch

Die konstituierende Vollversammlung des Diözesanrates Freiburg vom 20.-21. März 2026 im Schönstattzentrum Marienfried in Oberkirche markiert den Beginn der neuen Amtszeit. 

„Diese Vollversammlung ist nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein Aufbruch“, sagte Martina Kastner, ehemalige Vorsitzendes des Vorstands. „Wir blicken zurück auf eine Amtszeit, die von großen gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüchen geprägt war – und wir schauen nach vorn, mit der Gewissheit, dass die Kirche nur dann zukunftsfähig ist, wenn sie sich weiterentwickelt und auf die Stimmen der Menschen hört.“
Vorstand und Delegierte
Die Vollversammlung war stark von Neuwahlen geprägt. Als Vorsitzender wurde Benjamin Nohe gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Stefan Eschbach, Ute Fischer, Klemens Gramlich und Claudia Klant gewählt. Insgesamt fünf gewählte Delegierte werden zukünftig den Diözesanrat im Diözesanpastoralrat vertreten. 
 
Erzbischof Stephan Burger dankte den Gewählten für die Übernahme von Engagement und 
 Verantwortung und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Die Entwicklungen gehen weiter und die Herausforderungen werden nicht kleiner!“ so der Erzbischof in seinem Grußwort. „Wir streben eine weitere Einübung synodaler Haltungen an, maßgeblich geleitet von den Entscheidungsprozessen aus K2030.“ 
Zukunftsfähigkeit als zentrales Thema - Einrichtung von Ausschüssen
Auf der Tagesordnung standen Anträge zur Gründung neuer Ausschüsse. Die Themen „Weltkirche und Partnerschaft“, „Politik und Gesellschaft“, „Synodalität“ und „Kirchenentwicklung“ verdeutlichten, wie wichtig es den Delegierten ist, als Stimme der katholischen Gläubigen in Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit zu wirken. 
 
Der Ausschuss „Politik und Gesellschaft“ bleibt ein wichtiges beratendes Gremium des Diözesanrats. Es werden aktuelle politische Entwicklungen analysiert und praxisnahe Handlungsempfehlungen erarbeitet. In der letzten Amtsperiode hat der Ausschuss intensiv gearbeitet, um rechtspopulistische und rechtsextreme Tendenzen zu untersuchen und hat dazu eine Handlungsrahmen erstellt. Zudem wurden zentrale Fragen zu Friedensethischen Orientierungen in einer Broschüre und Webversion erstellt.
 
Mit dem Ausschuss „Weltkirche und Partnerschaft“ unterstreicht der Diözesanrat sein Verantwortungsbewusstsein für globale kirchliche Aufgaben und sein Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. In der Vergangenheit hat er Impulse wie die Initiative „Fair‑Trade‑Diözese“ und das „Klimafasten“ eingebracht. 
 
Durch den Ausschuss „Gelebte Synodalität in der Erzdiözese Freiburg“ setzt sich der Diözesanrat dafür ein, Synodalität auf allen Ebenen in die Praxis umzusetzen und den kulturellen Wandel zu fördern.
 
Der Ausschuss „Kirchenentwicklung“ unterstützt die Implementierungsphase der neuen Strukturen in der Erzdiözese und legt dabei die Schwerpunkte auf die Perspektive der Ehrenamtlichen.
Weltkirche verwirklicht sich als Lern-, Gebets- und Solidargemeinschaft!
Im Fokus der Arbeit im Ausschuss Weltkirche und Partnerschaft standen die Themen Koloniale Kontinuitäten und Rassismus. „Koloniale Kontinuitäten und das Nord-Süd-Gefälle sind keine abstrakten Themen, sondern beeinflussen bis heute, wie wir Gesellschaft und Kirche leben“, betont Thomas Schmidl, stellv. Vorsitzender des Ausschusses Weltkirche und Partnerschaft. „Die neue Website ´Macht Kritisch Weltkirche‘ bietet Materialien und Impulse, die dazu einladen, Privilegien zu hinterfragen, kritisch über Weißsein nachzudenken und Hinweise zu einer sensibleren Praxis in Gemeinden, Gremien und kirchlichen Partnerschaften.“ Die Ergebnisse stehen ab 24. März 2026 auf der Website des Diözesanrats zur Verfügung. 
 
„Mit ‚Macht Kritisch Weltkirche‘ schaffen wir einen Raum, in dem wir unsere eigenen Verstrickungen in Machtstrukturen ehrlich anschauen können“, so Stefan Storz, Vorsitzender des Ausschusses. „Wir wollen ermutigen, Fragen zu stellen, zuzuhören und gemeinsam zu lernen, damit Gesellschaft, Kirche und Weltkirche gerechter und solidarischer wird.“
 
Über folgende You-Tube Links können Sie die Vollversammlung anschauen: