Pfarrer Johannes Brandt wechselt nach Konstanz
16.03.2026 |
Verabschiedung am 26. April in der Mannheimer Jesuitenkirche
Johannes Brandt, stellvertretender Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde Mannheim, Pfarrei St. Sebastian, wechselt zum 1. Mai an das Konstanzer Münster. Dort wird er die Leitung der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit übernehmen.
„Ich sehe meine Verantwortung als Priester im Dienst der Erzdiözese, hier meine Kraft und Erfahrung einzubringen“, ist sich Brandt bewusst, dass sein Wechsel so kurz nach seinem Dienstantritt in der Quadratestadt am 1. Advent 2025 viele überrascht.
„Es hat absolut nichts mit Mannheim zu tun“, unterstreicht der 1964 in Eschweiler (Rheinland) geborene, ehemalige Dekan von Heidelberg und Weinheim. „Mit Begeisterung entdecke ich noch immer die wunderbar vielfältige Pfarrei St. Sebastian.“ Zu dieser gehören alle katholischen Gemeinden in Mannheim, Edingen-Neckarhausen und Ilvesheim.
Gleichzeitig weiß der 61-Jährige, dass seine Erfahrung, die er in der Entwicklung der Stadtkirche Heidelberg sammeln konnte, auch in Konstanz gebraucht wird. Diese Stelle sei unerwartet frei geworden. Man habe ihn gebeten, sich zu bewerben, was er schließlich nach Rücksprache mit dem Mannheimer Kernteam und reiflicher Überlegung getan habe.
„Und dann ging alles ganz schnell“, berichtet Pfarrer Johannes Brandt. Vorteile sieht der leitungserfahrene Kirchenmann darin, dass er mit Heidelberg bereits eine ähnlich große Pfarrei entwickeln konnte und die Bodenseeregion gut kennt. Hat er doch vor seinem Theologiestudium seinen Abschluss zum Diplom-Verwaltungswissenschaftler an der Universität Konstanz gemacht.
„Er ist einfach zu gut, als dass die Erzdiözese Freiburg bei der Neubesetzung dieser Stelle an Johannes Brandt hätte vorbeigehen können“, gratuliert Pfarrer Lukas Glocker seinem Noch-Stellvertreter. „Für Konstanz ein wunderbarer Glücksfall, für uns ein doppelter Verlust.“
Denn diesen reichen Erfahrungsschatz und den Menschen Johannes Brandt wird nicht nur das Leitungsteam vermissen. „Er ist gut und tut uns gut“, ist sich das Kernteam um Pfarrer Glocker einig. Das bestätigt auch der Pfarreiratsvorsitzende Adrian Slota. Verlässliche Planung, große Transparenz im Handeln und Offenheit für Neues attestiert der Vorstand der Katholik:innen-Vertretung der Pfarrei dem scheidenden stellvertretenden Pfarrer. „Wir hätten sehr gerne weiter mit ihm zusammengearbeitet“, bedauert Slota.
Für das nun ab April folgende Stellenausschreibungsverfahren ist man in Mannheim vorbereitet. Bei der Pfarreiratssitzung am 3. März wurde der dafür nötige Stellenbesetzungsausschuss bereits gewählt und bestätigt. „Der Bistumsleitung dürfen wir vier Vorschläge für die Neubesetzung machen. Da haben wir uns natürlich schon Gedanken gemacht“, erklärt Pfarrer Lukas Glocker.
Wann die Lücke, die Johannes Brandts Abschied reißen wird, geschlossen werden kann, bleibe jedoch abzuwarten. Bestenfalls noch vor den Sommerferien – so hoffen es alle. „Bis Ende April werde ich weiterhin meine Leitungsaufgaben in meinem Ressort „Nächstenliebe und Caritas“, in den Leitungssitzungen und den Gottesdiensten wahrnehmen“, sagt Brandt. Offiziell verabschieden wird er sich im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 26. April um 9.30 Uhr in der Jesuitenkirche (A4, 3). (schu)
Kurzvita Johannes Brandt
Johannes Brandt wurde 1964 in Eschweiler (Rheinland) geboren. Nach seinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswissenschaftler an der Universität Konstanz hat er in Freiburg und Rom Theologie studiert und empfing 1998 im Freiburger Münster die Priesterweihe. Der Vikarszeit in Singen a.H. und in Lahr folgten acht Jahre Tätigkeit in der Priesterausbildung: von 2000 bis 2005 als Subregens am Interdiözesanen Seminar St. Lambert Lantershofen und anschließenden als Rektor der Einführungsphase am Freiburger Priesterseminar im Collegium Borromaeum.
Johannes Brandt wurde 1964 in Eschweiler (Rheinland) geboren. Nach seinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswissenschaftler an der Universität Konstanz hat er in Freiburg und Rom Theologie studiert und empfing 1998 im Freiburger Münster die Priesterweihe. Der Vikarszeit in Singen a.H. und in Lahr folgten acht Jahre Tätigkeit in der Priesterausbildung: von 2000 bis 2005 als Subregens am Interdiözesanen Seminar St. Lambert Lantershofen und anschließenden als Rektor der Einführungsphase am Freiburger Priesterseminar im Collegium Borromaeum.
2008 übernahm er die Leitung der vormaligen Seelsorgeeinheit Heidelberg-Christophorus und war bei der Prozessentwicklung hin zur Kirchengemeinde Heidelberg beteiligt. Für das Dekanat Heidelberg-Weinheim wurde er von 2013 bis 2019 zum stellvertretenden Dekan bestellt. Seit Errichtung der Stadtkirche Heidelberg im Januar 2015 wirkte er als deren Leitender Pfarrer und übte zudem von März 2024 bis zu seiner Verabschiedung Ende September 2025 das Amt des Dekans für das Dekanat Heidelberg-Weinheim aus.
Am 1. Advent 2025 trat er seinen Dienst als stellvertretender Pfarrer in der Pfarrei Mannheim St. Sebastian an und wechselt nun zum 1. Mai an das Konstanzer Münster, um die Leitung der dortigen Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit zu übernehmen.



