Hilfe zur Gründung einer Schule für integrale Ökologie in Peru
20.11.2025 |
Eine wegweisende Bildungsinitiative für Schöpfungsverantwortung in Peru
Die Förderung einer Treuhandstiftung unter dem Dach der Gemeinschaftsstiftung der Erzdiözese Freiburg konnte in Zusammenarbeit mit dem Referat Weltkirche der Erzdiözese Freiburg ein innovatives Bildungsprogramm in Peru finanzieren. Mit der Alfons und Bertha Rothe Stiftung wollten die Stifter unter anderem zukunftsweisende missionarische Initiativen fördern. Die Gründung einer Schule für Integrale Ökologie ist eine wegweisende Initiative und unterstreicht die Verantwortung der Kirche für die Bewahrung der Schöpfung.
Initiiert wurde das Projekt von den Comboni-Missionaren in Peru. Mit der Gründung einerSchule,die online und in Präsenzlehrgängen in verschieden Regionen Perus arbeitet, entsteht ein Ort kirchlicher Bildung, an dem Seelsorgerinnen und Seelsorger, Ordensleute sowie Pädagoginnen und Pädagogen befähigt werden, die Botschaft der Enzyklika „Laudato Si“von Papst Franziskus in pastorales und gesellschaftliches Handeln zu übersetzen. „Mission bedeutet heute mehr als die Verkündigung des Glaubens – sie umfasst auch den Schutz der Schöpfung und die Förderung sozialer Gerechtigkeit“, betont Padre Juan Goicochea, der das Projekt federführend leitet.
Ziel der Schule ist es, die in Laudato Si’ formulierte Vision einer „integralen Ökologie“ in Kirche, Bildung und Alltag umzusetzen. Neben theologischen und spirituellen Grundlagen vermittelt der Lehrgang praxisnahe Ansätze, um den Schutz der Umwelt und die soziale Gerechtigkeit in der pastoralen Arbeit zu verankern. An der ersten Kursrunde nehmen 80 Personen teil, darunter 67 Laien - Seelsorgerinnen und Seelsorger aus verschiedenen Teilen Perus sowie Ordensfrauen und Priester. Am Ende des einjährigen Programms entwickeln sie konkrete Aktionspläne, die in die Pastoral ihrer Gemeinden einfließen – etwa Initiativen zur Müllvermeidung, Wiederaufforstung oder Umweltbildung in Schulen. So entsteht Schritt für Schritt ein Netzwerk kirchlicher Initiativen, das in den kommenden Jahren alle Pfarreien und kirchliche Einrichtungen in ganz Peru erreichen soll.
Zusätzlich wurden eintägige Präsenzseminare in verschiedenen Regionen Perus, darunter Amazonien, Huánuco, Ica, Piura, Callao, Lima durchgeführt, an denen jeweils bis zu 60 Personen teilnahmen, darunter auch zahlreiche Engagierte der Perupartnerschaft, welche die Erzdiözese Freiburg seit rund 40 Jahren mit der katholischen Kirche in Peru verbindet.
In einem Land wie Peru, das in besonderer Weise unter den Folgen des Klimawandels und einer fortschreitenden Umweltzerstörung betroffen ist, erhält dieses Engagement eine tiefe soziale Dimension. Die Bewahrung der Schöpfung wird hier zu einem Akt der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit gegenüber den Schwächsten. „Es geht nicht nur darum, über Ökologie zu sprechen, sondern sie zu leben – im Gebet, in der Bildung, in der Gemeinschaft“, betont Padre Juan. „Diese Schule soll dazu beitragen, dass in allen Pfarreien eine Kultur der Verantwortung und des Respekts gegenüber der Schöpfung wächst.“
Die Förderung durch die Alfons und Bertha Rothe Stiftung ermöglicht den Aufbau der virtuellen Plattform, die Finanzierung von Lehrkräften sowie die Durchführung von Präsenz-Workshops in verschiedenen Regionen Perus. Damit setzt die Erzdiözese Freiburg ein deutliches Zeichen für globale Solidarität und leistet einen konkreten Beitrag zur weltweiten Umsetzung der Enzyklika Laudato Si’ – im Dienst unseres „gemeinsamen Hauses“.