Inklusiver Gottesdienst in der Südlichen Ortenau
Gemeinsam mit dem Referat Inklusion und Generationen des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes veranstaltete die Kirchengemeinde Südliche Ortenau am Sonntag, den 19. April 2026, einen inklusiven Gottesdienst in der Kirche St. Johann Baptist in Ringsheim.
Von nah und fern kamen Mitfeiernde in die gutbesuchte Kirche. Bereits zum dritten Mal fand dort eine gemeinsame Veranstaltung des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes und der Kirchengemeinde Südliche Ortenau statt. Doris Spitznas vom Referat Inklusion und Generationen, die selbst vor Ort lebt, gab hierfür vor drei Jahren den Anstoß. Gemeinsam mit Gemeindereferentin Marisa Feger-Zeller und dem stellvertretenden Leiter der Kirchengemeinde Südliche Ortenau, Josef Rösch, organisierte sie mit einem Team von Ehrenamtlichen diesen besonderen Gottesdienst.
Durch möglichst wenige Barrieren sollte das Mitfeiern für alle ermöglicht werden. Eine Gebärdendolmetscherin, eine mobile FM-Anlage für Hörgeräte, eine Rampe sowie Lieder in Großdruck kamen dabei zum Einsatz. Alle Gebete, Texte und Bibelstellen – selbst das Hochgebet, das Zentrum der katholischen Eucharistiefeier – wurden in Leichter Sprache gestaltet. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einer inklusiven ehrenamtlichen Musikgruppe.
In diesem Jahr stand der Gottesdienst unter dem Leitwort „Vertrau! Jesus ist da!“. Im Evangelium begegnet der auferstandene Jesus seinen Jüngern am See Genezareth, nachdem diese zunächst erfolglos gefischt hatten. Auf sein Wort hin wagen sie einen neuen Versuch – und ihr Vertrauen wird belohnt. Beim anschließenden gemeinsamen Mahl erfahren sie seine Nähe.
Die Zusage, dass Jesus auch heute noch da ist und wir ihm vertrauen können, zog sich symbolisch durch den gesamten Gottesdienst. Bereits beim Eintreten erhielten alle Mitfeiernden einen Moosgummifisch. Diese wurden im Laufe der Feier in einem Netz gesammelt und vor den Altar gebracht. In der Ansprache von Gabriel Fahrenkopf und Josef Rösch wurden die Fische mit den Mitfeiernden selbst in Verbindung gebracht: Sie standen für Talente und Begabungen, aber auch für Kummer, Leid und Sorgen, die vor Gott getragen werden können.
Der Gottesdienst war geprägt von einer lebendigen und offenen Atmosphäre, die sich auch beim anschließenden Umtrunk vor der Kirche fortsetzte. Viele Mitfeiernde bedankten sich beim Vorbereitungsteam und äußerten den Wunsch nach einer Fortsetzung im kommenden Jahr.
(Bericht: Marissa Feger-Zeller)




