"Du Morgenröte des Heils"
Gott hat einen Heilsplan und bereitet ihn vor. Die Freude über den Beginn dieses Heils drückt sich im Fest Maria Geburt aus. Maria wird im Eröffnungs- und Hallelujavers der Liturgie dieses Tages als "Morgenröte des Heils" bezeichnet.
Das Fest der Geburt Marias gehört zu den drei ältesten Marienfesten, in der Ostkirche wurde es schon im 6. Jahrhundert begangen. Es geht zurück auf das Kirchweihfest der St. Anna Kirche in Jerusalem, die als Ort der Geburt Mariens gilt. Nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazaret geboren. Papst Sergius hat um das Jahr 700 die Feier des Festes in Rom angeordnet, im 10./11. Jahrhundert hat es sich dann in der ganzen Kirche verbreitet.
Vom 8. September aus, der kein historisches Datum ist, wurde später das Fest "Maria Empfängnis" festgesetzt, das dann an Bedeutung das Fest Maria Geburt übertroffen hat. In der Regel feiert man bei Heiligen ihren Sterbetag, den Geburtstag für den Himmel, Maria und Johannes der Täufer bilden jedoch eine Ausnahme. Schon am Anfang ihres Lebens wird Gottes Heilshandeln sichtbar. Der Legende nach waren Anna und Joachim lange kinderlos, bis ihnen durch einen Engel die Geburt Marias angekündigt wurde.
"O Morgenröte des Heils" – Schon in der Geburt Marias leuchtet das Heil und das Handeln Gottes auf, wird die Geburt des Erlösers vorbereitet.


