Hörnleberg (Winden im Elztal)

Wallfahrtsort:

Winden im Elztal - Unsere Liebe Frau vom Hörnleberg


Beschreibung, Legende und Geschichte:

Das Marienheiligtum Unsere Liebe Frau auf dem  Hörnleberg ist weit über das Elztal hinaus bekannt und im Laufe der Jahrhunderte zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort geworden. 907 m hoch erhebt sich seitlich des Elztales bei Winden der Hörnleberg.

 

Die Entstehungslegende berichtet von einem erblindeten Elsässer, der das Gelübde ablegt, auf dem Berg, den er zuerst sähe, zu Ehren Mariens eine Kapelle zu bauen. Er findet das Augenlicht wieder und sieht den fernen Hörnleberg. Hier will er also die Kapelle bauen; man rät ihm, die Kirche nicht auf dem Gipfel zu errichten sondern unterhalb, da das Gelände unwegsam ist. Aber herbeigebrachtes Bauholz und Materialien finden sich mehrmals morgens nicht auf dem Bauplatz, sondern auf dem Gipfel des Berges. Darin wird der Wille Gottes erkannt, und die Kapelle wird im 8. oder 9. Jahrhundert auf dem höchsten Punkt des Berges errichtet.




Wallfahrtskapelle Hörnleberg

Urkundlich erscheint die „capella uf dem Hörnlin“ erstmals 1469 im Pfründebesetzungsbuch der Diözese Konstanz. Die Geschichte in den Jahrhunderten ist sehr wechselvoll. Der Dreißigjährige Krieg, Blitzschlag und kirchliche  Anordnungen zum Wallfahrtswesen haben Bewohner, Pilger und Pilgerinnen nicht  abgehalten, den Gnadenort  mit dem Gnadenbild aufzubauen, zu erhalten, zu besuchen und  dort zu beten.

 

Am 19. September 1973 wird entdeckt, dass das altehrwürdige barocke Gnadenbild, die Himmelskönigin mit dem Jesuskind auf dem Schoß,  gestohlen wurde. Eine Nachbildung der Hörnlebergmadonna wird am 1. Mai 1982 in der Wallfahrtskapelle vom Freiburger Weihbischof Dr. Karl Gnädinger feierlich geweiht. An Maria Himmelfahrt 1987 wurde ein Kreuzweg eingeweiht, der um den Freialtar aufgestellt ist. 1997 wurde zur Vorbereitung des Heiligen Jahres 2000 die erste Station des aus drei Sandsteinskulpturen bestehenden „Weges der Menschwerdung“ eingeweiht. Die Themen der Darstellungen entsprechen den Anrufungen des Englischen Grußes (Lk 1, 26-38). Ein Jahr darauf, 1998, erhielt die zweite Station ihre kirchliche Weihe. Am 12. September 1999 schließlich kam der damalige Erzbischof Dr. Oskar Saier auf den Berg, um die letzte dieser Marienstationen zu segnen. 

 

Besonderheit:

Die Wallfahrt auf den Hörnleberg ist eine Fußwallfahrt, die zwar eine Anfahrt ein Stück des Weges bis zu einem Parkplatz ermöglicht, es dann aber  erfordert, einen steilen Waldweg bis zur Wallfahrtskirche auf dem Gipfel des Berges zu gehen (ca. 30-45 Minuten).

 

Zeiten und Termine:

Eröffnung der Wallfahrtszeit:  1. Mai

Abschluss: Christkönigssonntag

 

Wallfahrstage - Gottesdienste:

Jeden Samstag ab 8.00 Uhr  Beichtgelegenheit; 9.00 Uhr Wallfahrtsgottesdienst mit Predigt

 

Jeden Sonntag im Mai und Oktober 14.00  Uhr Rosenkranz; 14.30  Uhr Andacht zu Ehren der Gottesmutter Maria

 

Jeden Mittwochnachmittag ist die Wallfahrtskirche von 13.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Um 16.00 Uhr wird der Rosenkranz gebetet.
Im November ist bis 16.00 Uhr geöffnet und der Rosenkranz ist um 15.00 Uhr.

 

Große Wallfahrtstage:

  • Dreifaltigkeitssonntag (Sonntag nach Pfingsten)
  • Mariä Himmelfahrt (15. August)
  • Rosenkranzfest (erster Sonntag im Oktober)


Die Zeiten der Wallfahrtsgottesdienste können Sie unter www.hoernleberg.de erfahren.


Alle Wallfahrtsgottesdienste und Wallfahrtsgruppen werden im jährlich erscheinenden Wallfahrtsplan veröffentlicht.

 

Kontakt:

Kath. Pfarramt St. Stephan

Wallfahrtsrektor: Kooperator Bernhard Thum

Kirchberg 16

79297 Winden

Telefon: 07682 / 256

Telefax: 07682 /  8435

hoernleberg@kath-oberes-elztal.de

www.hoernleberg.de

 

Anfahrt:

Von Freiburg kommend mit dem PKW über die B 294 bis Winden-Oberwinden. Am Rathaus in die Bahnhofstraße über die Erzenbachstraße, dann der Beschilderung Zum Hörnleberg folgen.

 

Oberwinden ist Bahnstation der Breisgau S-Bahn, auch erreichbar mit Bussen ab Hauptbahnhof Freiburg. Ferner von Triberg über Elzach, von Haslach i. K. und Oberbiederbacher Höhe - Elzach mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus). Es kann von Oberwinden aus mehr als der halbe Wallfahrtsweg gefahren werden. Ein Parkplatz ist vorhanden, auch für Omnibusse. Vom Parkplatz führt ein steiler Fußweg zur Wallfahrtskirche (siehe oben).

 

Pilgergaststätte / Kiosk / Andenkenstand :

Die Pilgergaststätte, der Andenkenstand und der Kiosk sind an den Wallfahrtstagen geöffnet.

 

Text: Lukas Wehrle

Foto: Archiv




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