St. Märgen
Wallfahrtsort: St. Märgen / Schwarzwald
Patrozinium: Mariä Himmelfahrt (15. August)
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| Prachtvoll bekleidetes romanisches Gnadenbild |
Kurzbeschreibung:
Die Geschichte von St. Märgen begann damit, dass sich Mönche angetan von der Natur in St. Märgen niederließen und ein Kloster errichteten. Die Mönche gaben ihr Fachwissen an die Bevölkerung weiter. Auf diese Weise entwickelten sich Handwerk, Kunst und Musik. Die Wallfahrtskirche "Mariä Himmelfahrt" ist heute oft ein Ort für klassische Konzerte und Ziel vieler Pilger oder Wanderer. Das Klostermuseum dokumentiert die Uhrenherstellung, den Uhrenhandel, Hinterglasmalerei, Volksfrömmigkeit, Schuhmacherhandwerk, sowie Werke des berühmten Klosterbildhauers Matthias Faller.
Geschichte:
Im Jahre 1118 gründete Dompropst Bruno von Straßburg das Augustiner-Chorherrenstift St. Märgen in der Nachbarschaft des einige Jahre zuvor errichteten Benediktinerklosters St. Peter (heute Geistliches Zentrum der Erzdiözese). Aufgrund des romanischen Gnadenbildes aus dem Jahre 1100 wurde St. Märgen zu einem viel besuchten Marienwallfahrtsort. Dennoch konnte sich das Augustiner-Kloster im Laufe der Jahrhunderte nur mäßig entfalten. Insbesondere vier verheerende Brände (in den Jahren 1284, 1430, 1560, 1704) brachte schlimme Not über das Kloster.
Die heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche wurde in den Jahren 1716 bis 1718 erbaut. Es folgt eine Blütezeit des Klosters, die mit der Säkularisierung im Jahre 1806 abrupt endet. Die Klostergebäude wurden aufgeteilt und teilweise zu Privatwohnungen umgestaltet. Der ältere Teil des Prälatenhauses wurde Pfarrhaus, der neuere Teil beherbergt heute das Bürgermeisteramt, die Tourist-Information und das Klostermuseum. St. Märgen blieb jedoch ein blühender Marienwallfahrtsort, der erste in der 1827 errichteten Erzdiözese Freiburg.
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| Isoliertes Gnadenbild |
Besonderheit:
Das auf einem Seitenaltar aufgestellte romanische Gnadenbild aus dem Jahre 1100 ist das bedeutendste Kunstwerk der Kirche und Ziel der bedeutenden Marienwallfahrt. Die Figur der Gottesmutter mit dem Jesuskind, das die Gründermönche im Jahre 1118 mitgebracht hatten, konnte im Laufe der Jahrhunderte aus allen Bränden gerettet werden.
Hauptfest: Mariä Himmelfahrt (15. August)
Gottesdienstzeiten:
1. Samstag im Monat: Wallfahrtsmesse um 9.00 Uhr in der Gnadenkapelle
2. Sonntag im Oktober: Eucharistiefeier zum Fest "Mariä Einzug" um 9.00 Uhr, anschl. Prozession mit dem Gnadenbild (um 1100) um den Klosterberg
Kontakt:
Kath. Pfarramt Mariä Himmelfahrt
Wallfahrtsrektor: Pfr. Stefan Meisert
Klosterhof 2
79271 St. Märgen
Telefon: 07669 / 9103-0
Telefax: 07669 / 9103-31
Text: P. Gregor Pyzik OSPPE
Fotos: Bild- und Filmstelle der Erzdiözese Freiburg



