Erzbischof em. Robert Zollitsch: Mit Maria auf dem Weg

 

Als die Bürger der Stadt Freiburg im dreizehnten Jahrhundert daran gingen, eine neue Pfarrkirche zu bauen, stellten sie das Gotteshaus, ihr Münster, unter den Schutz der Gottesmutter Maria und erwählten Maria, Unser liebe Frau, zu seiner Patronin. Die neue Erzdiözese Freiburg übernahm das Patrozinium der Kathedrale, wie dies auch im alten Bistum Konstanz der Fall war, und stellte sich unter den Schutz der Gottesmutter.

 

Maria, die Mutter unseres Herrn, hat uns den Erlöser geboren und will uns Menschen zu ihm führen. Sie nimmt uns als unsere Mutter an der Hand und begleitet uns auf unserem Pilgerweg zu unserem Ziel, jener ewigen Heimat, die uns Gott verheißen hat und zu der wir unterwegs sind.

 

Wer zu Maria geht, wer zu ihr betet, fasst Vertrauen; er weiß sich unter ihrem mütterlichen Schutz geborgen. Wer sich in der Not an sie wendet, weiß sich getröstet und erfährt ihre Hilfe. Das ist die Botschaft der vielen Marienwallfahrtsorte und der zahlreichen Kirchen, die Unserer lieben Frau geweiht sind.

 

Maria geht auch heute unseren Weg mit uns. Das Erste, was sie tut, nachdem sie durch die Botschaft des Engels erfahren hat, dass sie Mutter des Sohnes werden soll, ist: Sie bricht auf und macht sich auf den Weg zu Ihrer Verwandten Elisabeth und bringt so ihren Sohn, noch bevor sie ihn geboren hat, zu den Menschen. Elisabeth grüßt sie als Mutter ihres Herrn und Johannes hüpft voll Freude in ihrem Schoß. Maria ist die Frau des Aufbruchs. Mit ihrer Hilfe, unter dem Schutz unserer Diözesanpatronin, dürfen wir voll Zuversicht den Aufbruch in unserer Erzdiözese gestalten. Sie ist bei uns.

 

Dr. Robert Zollitsch

Erzbischof em. von Freiburg

 

Foto: Christoph Hoppe


 

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