Sr. M. Immaculata Zimmerman: Maria Immaculata - von Geburt an von Gott erwählt
Immaculata, "die Unbefleckte", einer der Hoheitstitel Marias, ist ein gebräuchlicher Ordensname. Sr. Maria Immaculata Zimmermann von den Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz schreibt, was der Name für sie persönlich bedeutet.
Die Kirche feiert das Fest Maria Immaculata - das Hochfest "Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen" am 08. Dezember. Das Fest wird seit dem 8. Jahrhundert in der Ostkirche und seit 1708 in der ganzen Kirche gefeiert. 1854 wurde dann die Lehre von der Bewahrung der Mutter Gottes vor der Erbsünde als "Unbefleckte Empfängnis Maria" als Glaubenssatz verkündet.
Meinen Ordensnamen, Schwester Maria Immaculata, habe ich nicht selbst ausgewählt, er wurde mir gegeben, oder wie ich gerne sage: "Er ist mir zugefallen". In der Zeit vor meiner Einkleidung wurde ich gefragt, ob ich mir einen Muttergottesnamen vorstellen könnte. Da ich mich von Kindheit an zu Maria hingezogen fühlte, war ich damit natürlich einverstanden. Als ich dann hörte, dass mein Name "Maria Immaculata" sei, war ich zunächst überrascht und erstaunt, da ich Immaculata als Ordensnamen bis dahin nicht gekannt habe. Dann freute ich mich darüber, sah aber auch, dass er mehr ist als nur ein Name; er fordert - ist Aufgabe und Auftrag für mein Leben.
Die Reinheit und Unbeflecktheit Marias - ohne Erbsünde empfangen, die Erwählung durch Gott - kann ein Mensch aus sich nicht nachvollziehen. Ich sah meinen Auftrag darin, in die Haltung Marias hineinzuwachsen.
Echt, naturrein, unverfälscht, frei von Schadstoffen, vollwertig - so oder ähnlich bezeichnen wir Lebensmittel von besonderer Qualität. Gibt es auch Menschen, von denen wir mit Überzeugung sagen können: Der oder die ist echt, unverfälscht, klar und rein.... kurz: wahrhaft menschlich? In Maria ehrt die Kirche so einen voll gelungenen, ganz und gar "wert-vollen" Menschen. In ihrer echten, klaren Art ist sie offen für Gott, für seinen Anruf, hörend und fragend, auf Gottes Plan eingehend, bereit, sich als Werkzeug gebrauchen zu lassen. Durch ihr "Ja" hat sie den Zugang Gottes zu uns Menschen eröffnet, hat uns Jesus, den Heiland, geschenkt.
Für mich ist Maria wie eine Brücke, über die Gott selbst zu uns Menschen kommt. Und dieser Brückendienst ist es, was mich an Maria so fasziniert. Offen sein auf Gott hin und offen sein für die Menschen. Mit den Menschen zu Gott kommen - oder mehr noch:
Gott zu den Menschen tragen, IHN durchscheinen lassen durch mein Leben.
Brückendienste leisten - für mein Leben ein Programm, das nie zu Ende ist.
Sr. M. Immaculata Zimmermann
