Die Bibel berichtet davon, dass Menschen an ganz unterschiedlichen Orten die Erfahrung machen, dass der Himmel die Erde berührt: Sarah und Abraham in Mamre, Miriam und Mose am Roten Meer… Heilsgeschichte verortet sich und wird greifbar-konkret. Im Neuen Bund wird ein Mensch - Maria - zu dem „Ort“, an dem und in dem Gott in unüberbietbarer Weise durch Jesus Christus gegenwärtig wird. Diese „berührende“ Geschichte Gottes geht weiter. Immer wieder sind es Orte, die auf die Gegenwart Gottes in der Geschichte der Menschen verweisen. Manche dieser Orte sind sehr persönlich und privat, stehen für Schlüsselerlebnisse im Leben Einzelner. Andere Orte sind für viele Menschen zu einem wichtigen Bezugspunkt geworden.
So ein Ort ist die Schönstattkapelle in Merzhausen bei Freiburg. Viele Frauen und Männer, Eheleute, Priester, Mitglieder der Schönstattbewegung aber auch von benediktinischen, franziskanischen oder karmelitischen Gemeinschaften haben hier wesentliche Impulse für ihren Berufungsweg erhalten. Als „Heiligtum der Berufung“ macht die Kapelle darauf aufmerksam, dass es die Ur-Berufung jedes Christen ist, wie Maria Heiligtum und somit Ort der Gegenwart Jesu Christi in unserer Welt zu sein. Auch viele suchende Menschen, die ansonsten wenig kirchlich sozialisiert sind, haben diese Kapelle als „ihren“ Ort entdeckt.
