Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde der ursprünglich polygonal abschließende Chorraum der neugotischen Kirche Unserer Lieben Frau in Karlsruhe in einfacherer Form wieder aufgebaut. Heute schließt der Chor gerade ab. Er wird geprägt durch das große, 1974 geschaffene Marienfenster von Peter Valentin Feuerstein. Der Künstler nahm Anregungen aus der Gemeinde auf, die für ihre Kirche ein Muttergottesfenster haben wollte. Das Fenster stellt den Glaubensweg Marias, Patronin der Gemeinde, dar. Viele Stationen auf diesem Weg finden sich auch im Glaubensleben moderner Menschen, so dass gläubige Betrachter eigene Lebenssituationen wiedererkennen können. Die intensiv leuchtenden Farben des Glasfensters verweisen zeichenhaft auf das leuchtende Vorbild Marias für das Leben der Gläubigen. Der Künstler unterschrieb das Fenster deshalb mit: "Maria, leuchtendes Zeichen des Glaubens, der Hoffnung und des Trostes dem wandernden Volk Gottes."
Theologische Grundlage des Fensters sind die Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils zur Kirche und zu Maria. Eine ausführliche Beschreibung des Fensters wurde von einer Gruppe der Gemeinde unter der Leitung des damaligen Kaplans Kurt Faulhaber erarbeitet. Sie ist am Schriftenstand der Kirche erhältlich. Die folgenden Beschreibungen einiger Detailbilder lehnen sich an diesen Text an.

