Kirche in Waldkirch ist digital stark unterwegs
Von Sesam bis Instagram
Die Gemeinden in Waldkirch treffen mit ihren digitalen Kommunikationswegen nicht nur einen Nerv und eine Notwendigkeit der Zeit, sondern vertieft den Kontakt mit Menschen, die sie kaum mehr auf dem Schirm hatten. Ein kurzer Einblick, wie sich eine Pfarrei digital aufstellen kann:
Das kirchliche Leben in Waldkirch ist ein schönes Beispiel für die vielen engagierten Einrichtungen in der Erzdiözese, die digital Kirche gestalten. Das Beispiel darf aber nicht zum Aktionismus verlocken: Denn die Bandbreite der digitalen Nutzungsmöglichkeiten ist groß, daher gilt es klug und bewusst zu entscheiden, welches Medium zu welchem Ort und welcher pastoralen Situation vor Ort passt.
- Homepage: Mit dem bewährten Content Management System SESAM der Erzdiösese hält ein Team aus vorwiegiend ehrenamtlich Tätigen die Homepage der Seelsorgeeinheit unterstützt durch hauptberuflich Mitarbeitende aktuell. Einige der Mitarbeitenden haben sich schon auf den regionalen Medientagen mit den Funktionen von Sesam vertraut gemacht und ihre Medienkompetenzen verbessert.
- Instgram: Seit 2018 ist unter @waldkirchkatholisch die Seelsorgeeinheit auch auf Instagram präsent und hat für eine Kirchengemeinde eine recht hohe Zahl an Followern. Der Diakon Christoph Gairing kümmert sich hauptsächlich um den Kanal und hat darüber vor allem Kontakt zu Menschen, die sonst kaum erreicht werden. "Wir sind präsenter bei Menschen, die keinen Pfarrbrief oder Zeitung lesen. Oft wird mir auch von Menschen, die kaum Kontakt zu Kirche haben, zurückgemeldet, dass sie die sinnvolle und gute Arbeit und Aktionen der Kirche über Social Media wahrnehmen," erzählt Gairing. "Über manche der Sozialen Medien entsteht tatsächlich ein direkter und auch persönlicher Kontakt." Das liegt sicher auch daran, weil die Wladkircher die Medien so nuzten, wie sie gedacht sind: Nicht als Einweg-Kommunikationsform, sondern als dialogische, beteiligende Form, die sich für die Community zeigt und einsetzt.
- Podcast: nachdem der Diakon bei der diözesanen Weiterbildung "Im digitalen Raum bewegen" teilgenommen hat, startete er ein Podcastformat, das Menschen aus der Region interviewt. Zu Wort kommen Menschen, die sich als Christinnen und Christen mitten im Leben engagieren und damit dem Glauben ein Gesicht und Zeugnis geben.
- Hilfestellungen seit der Pandemie: Die Stelle der Ehrenamtskoordination sammelt seit Corona hilfreiche Tipps und Tricks für digitale Nutzungen in Gruppen, Kreisen, Verbänden und Teams. Mit Schulungen und schriftlichen Tutorials für Videokonferenztools, digitale Pinnwände und Wortwolken unterstützt die Ehrenamtskoordination die Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit von Engagierten.
- Streaming: Zu ausgewählten Gottesdiensten - wenn es die Pandemie wie gerade an Weihnachten erfordert, werden Gottesdienste auch gestreamt. Dazu hat sich ein kleines Team von Ehrenamtlichen, vorwiegend aus der Jugendarbeit aber auch von menschen ohne kirchliche Bindung, gefunden. "Auch die Ministranten haben ihren großen Elternabend schon per Stream angeboten," erzählt Christoph Gairing.
