Weltjugendtreffen zum Heiligen Jahr
30.07.2025 |
Theologiestudierende aus Freiburg und Pilger aus der Seelsorgeeinheit Kämpfelbachtal berichten aus Rom
Rom. Am 29.07. begannen die Pilger aus der Erzdiözese ihr Programm mit einem Besuch in der Basilika St.Laurentius vor den Mauern. Anschließend wollte sie zur Basilika Maria Maggiore, um unter anderem das Grab von Papst Franziskus zu besuchen. Die Schlange ging aber einmal um die gesamte Kirche und sie entschieden sich den Besuch auf einen anderen Tag zu verschieben. Stattdessen gingen sie in Richtung Vatikan wo sie auch kurz bei den Digitalen Missionaren vorbeischauten. Die deutsche Beteiligung daran hielt sich in Grenzen, sie trafen aber tatsächlich Sandesh Manuel aus der österreichischen Franziskanerprovinz. Gegen Abend ging es dann auf den Petersplatz wo sie zusammen mit 120.000 Pilger aus aller Welt den Eröffnungsgottesdienst feierten. Am Ende der Messe kündigte Erzbischof Rino Fisichella, dass Papst Leo überraschenderweise die Pilger begrüßen würde. Unter tosendem Applaus fuhr der Papst mit dem Papamobil über den Petersplatz und die gesamte Via Della Conciliazione entlang. Angekommen sprach der Papst den Jugendlichen zu als Botschafter der Hoffnung den Frieden in die Welt zu tragen. Er wünschte allen eine gute Woche und freute sich auf die weiteren Begegnungen am Wochenende. Mit Freude erfüllt verließen die Freiburger Pilger mit Freude erfüllt, unter Gesang verschiedener Sprachen den Petersplatz."
Am 30.07. besuchte unsere Pilgergruppe verschiedene Kirchen in der Umgebung des Kolloseums. Sie versuchten vergeblich in St. Giovanni Laterano reinzukommen, da sie für die Französischen Pilger reserviert war, die in sehr großen Zahlen hier vertreten sind, leider vergeblich. Als Alternative gingen ein paar die Heilige Treppe, die direkt gegenüber war, hoch. Der Legende nach, war diese die Treppe Teil des Palastes des Präfekten Judäas. Jesus wäre der Überlieferung nach, vor seine Verurteilung durch Pilatus hinaufgestiegen sein. In Erinnerung an die Leiden Christi, erklimmt man die 28 Stufen auf den Knien. Anschließend besuchten wir die Kirche St. Croce de Gerusaleme. Dort sind neben Kreuzsplitter auch die Tafel die über dem Kreuz Christi hing, aufbewahrt. Durch Musik und Tanz konnte die Wartezeit gut überbrückt werden. Als Abschluss besuchten wir die Engelsburg und hatten einen wunderschönen Blick auf den Petersdom. Außerdem war dort eine sehr schöne Fotoausstellung über Papst Johannes Paul II., der im letzten (ordentlichen) Hl. Jahr 2000 bei dem damaligen Weltjugendtag in Rom schon eine Millionen Jugendliche empfing.
Heute (31.Juli) versuchten wir erneut unser Glück in St. Maria Maggiore. Dieses Mal hatten wir Glück und mussten nur 10 Minuten anstehen. Wir konnten dort die Heilige Pforte durchschreiten und, wenn auch nur kurz, am Grab von Papst Franziskus beten. Er war es nämlich, der vor zwei Jahren am Abschlussgottesdienst des Weltjugendtages in Lissabon die jungen Menschen für das Heilige Jahr nach Rom eingeladen hat. Viele Teilnehmende erinnern sich auch an die Ministranten-Wallfahrt im vergangenen Jahr mit ihm.
Von dort aus liefen wir Richtung Innenstadt und nach kurzem Stopps am Trevi Brunnen und am Pantheon besuchten wir in der Kirche St. Maria Minerva den Sarg Pier Giorgio Frassatis. Dieser ist zur Jubiläumswoche von Turin nach Rom überführt worden. Über den zukünftigen jungen Heiligen, der auch eine Zeitlang in Freiburg lebte, hielt in der Bibliothek der Anima Weihbischof Christian Würtz einen Vortrag. Als Pilgergruppe aus dem Erzbistum Freiburg haben wir daran teilgenommen und der Weihbischof hat sich über das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern aus Freiburg gefreut.
Ausgeklungen ist der erlebnisreiche Tag mit einem sehr gut besuchten Nightfever-Gebet in der Kirche der Anima.
Am 01. August wachten wir früh auf, um zum Petersdom zu gehen. Relativ zügig schafften wir es in den sehr vollen Dom und konnten dort auch die Hl. Pforte durchschreiten, die von Papst Franziskus an Heiligabend 2024 geöffnet wurde.
Anders als bei der letztjährigen Ministranten-Wallfahrt, als die Ewige Stadt von deutschsprachigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern geprägt gewesen ist, konnten wir dieses Mal den Deutschen Friedhof im Vatikan besuchen. Wir haben dafür nur die Schweizergarde höflich auf Deutsch fragen müssen und der Zutritt ist möglich gewesen.
Anschließend hat die Gruppe den Circus Maximus besucht und dort die Möglichkeit zum Beichten genutzt. Ein Teil ging dann noch zu St. Paul vor den Mauern.
Am Abend feierten wir zusammen mit Weihbischof Würtz einen schönen Gottesdienst im kleinen Kreise. Das Tagesevangelium, in dem Jesus sagt, ihr seid das Salz der Erde, hätte nicht passender sein können. Zusammen mit dem Weihbischof ging die Gruppe noch Pizza essen.
Am Samstag (02. August) hieß es Abschied zu nehmen von unserer Pfarrei, die uns die vergangene Woche als Unterkunft diente. Wir machten uns auf den Weg nach Tor Vergata, wo am Abend die Vigil mit Papst Leo gewesen ist. Nach einer Fahrt mit der U-Bahn begann ein 5 km langer Marsch unter der Sonne mit Pilgern aus aller Welt. Lateinamerikanische Klänge von einer Pilgergruppe in unmittelbarer Nähe haben uns motivierten und den anstrengenden Weg erträglicher gemacht. Angekommen schlugen wir unser „Lager" für die Nacht auf. Wir fanden eine passende Stelle mit einem guten Blick auf die Altarbühne. Nach dem Vorprogramm mit Musik und Reden kam gegen Abend auch Papst Leo mit dem Helikopter angeflogen. Auf dem Feld haben sich bis dahin schon knapp eine Millionen Menschen eingefunden hatten. Bei der Fahrt mit dem Papamobil ist der Heilige Vater ganz nah an unserem Platz vorbeigekommen. Die Gebetszeit ist musikalisch von Komponist Marco Frisina begleitet worden, der unter anderem für das Lied „Jesus Christ, You are my Life" bekannt ist. Dieses hat uns über das gesamte Wochenende begleitet. Viele Elemente der Feier hat an das letzte ordentliche Heilige Jahr 2000 und den Weltjugendtag in Rom erinnert. Auch damals ist das Abschlusswochenende mit dem Papst im Tor Vergata gewesen.
Nachdem der Papst fragen von jungen Menschen beantwortet hatte, war die Eucharistische Anbetung angesetzt. Der volle Platz war in Stille und im Gebet vor dem Allerheiligsten vereint. Nur das Wehen der Fahnen war zu hören. Ein beeindruckender Moment!
Erschöpft von dem langen Tag aber erfüllt von der Gebetsnacht schliefen wir unter freiem Himmel ein.
Bis auf einen kurzen Regenschauer gegen 3 Uhr, der alle kurz aufschrecken ließ, hatten wir eine sehr ruhige Nacht.
Sonntagmorgen (03.August) begann der Trubel. 1 Millionen Pilger, die sich frisch machten. Man musste sich auf sehr lange Schlangen vor den Sanitäranlagen bereit machen.
Papst Leo begrüßte die Pilger, unter anderem und auch zum ersten Mal auch auf Deutsch mit einem „Guten Morgen". Von der Sonne bestrahlt feierten wir zusammen den Abschlussgottesdienst einer sehr erlebnisreichen und segensreichen Woche mit vielen wertvollen Begegnungen und Erfahrungen.
Papst Leo ermutigte uns, bei unserer Rückkehr in die Heimat alle, denen wir begegnen, mit unserer Begeisterung und unserem Glauben anzustecken.
Bis zum nächsten Weltjugendtag im August 2027 in Seoul/Südkorea sollen wir Zeugen für Christus in dieser Welt sein. Mit haben wir uns als Pilger der Hoffnung auf den Heimweg gemacht und wollen ein Zeichen für eine junge und lebendige Kirche in Deutschland zu sein.






















































































