Neu: Basiskurs Spiritual Care im Ehrenamt
Jetzt anmelden: Basiskurs für die Begleitung am Lebensende
Menschen stellen sich angesichts der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung oder des eigenen Sterbeprozesses existenzielle Fragen, und ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter sind oft die einzigen Adressaten, wenn es um spirituelle Themen geht. Kernfragen sind dabei: Was ist Spiritualität überhaupt? Wie äußert sie sich? Ist Spiritualität dasselbe wie Religiosität? Und hat das eine Bedeutung für die Begleitung?
Menschen mit spirituellen und existenziellen Bedürfnissen und Nöten zu begleiten erfordert Schulung. Im Unterschied zu anderen Begleitungs- und Behandlungsthemen der Palliative Care (z. B. Schmerzbehandlung in der Medizin) gibt es für spirituelle Begleitung keine Leitlinien. Es geht vielmehr um das situative Reagieren auf individuelle Nöte und Bedürfnisse. Dazu braucht es Wahrnehmungsfähigkeit, Wissen und Übung, um Handlungs- und Begleitungskompetenz zu stärken.
Um ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter zu befähigen, Menschen am Lebensende auch hinsichtlich ihrer spirituellen Bedürfnisse gut begleiten zu können, hat das Palliative Care Forum einen Basiskurs (40 Stunden) entwickelt.
Der Basiskurs befähigt engagierte Ehrenamtliche durch fachliche Inputs, durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Spiritualität und existenziellen Fragen sowie durch den Austausch in der Gruppe dazu, Menschen an ihrem Lebensende ermutigt und bestärkt zu begleiten und unterstützt sie damit in ihrem Tun.
Der Basiskurs richtet sich an alle, die ehrenamtlich im Rahmen einer Institution oder einem Dienst (z. B. Kirchengemeinde, Alten- und Pflegeheim, Krankenhaus, ambulanter Hospizdienst, stationäres Hospiz) Menschen mit schwerer Erkrankung und am Lebensende begleiten.
Der Kurs gliedert sich insgesamt in vier Teile, wovon Teil 1 (Donnerstag und Freitag, 11. und 12. April 2024) und Teil 4 (Donnerstag und Freitag, 6. und 7. Juni 2024) in Präsenz im Geistlichen Zentrum Sankt Peter stattfinden. Die Teile 2 und 3 liegen zeitlich dazwischen und umfassen eine Praxisphase bei den Teilnehmenden vor Ort sowie eine Zwischenreflexion an einem Online-Abend via zoom.
Neben der Bereitschaft, die eigene persönliche Spiritualität und die ehrenamtliche Begleitungstätigkeit zu reflektieren, setzen die Kursverantwortlichen voraus, dass die Teilnehmenden bereits ehrenamtlich in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen im Rahmen einer Institution oder einem Dienst tätig sind. Ebenso ist es unerlässlich, dass die Teilnehmenden die Praxisphase (Teil 2 des Kurses) selbst organisieren und die Möglichkeit der Anwendung der Praxisaufgabe (wird in Teil 1 erarbeitet) haben. Wir raten dazu, im Rahmen dieser Tätigkeit eine Begleitung/Supervision vor Ort einzuplanen.
Dr. Margit Gratz ist Referentin des Basiskurses. Sie ist Theologin, Palliativfachkraft und zertifizierte Kursleiterin DGP (deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin). Sie ist freiberufliche Referentin. Mit ihren Themenschwerpunkten Hospizarbeit und Palliative Care, Spiritual Care, Palliative Fallbesprechung, Implementierung und Organisationsentwicklung begleitet sie die Teilnehmenden durch den Basiskurs.
Dieser Basiskurs wird durchgeführt von der Katholischen Akademie Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Geistlichen Zentrum St. Peter. Die Kursleitung liegt bei Ekkehard Bechinger (Direktor Geistliches Zentrum) und Dr. Verena Wetzstein (Leiterin des Palliative Care Forums). Die Veranstaltung findet im Rahmen des Palliative Care Forums, einer Initiative der Erzdiözese Freiburg, statt.


