Freiburg. Rund um Allerseelen (1.11.) gedenkt die Kirche der Verstorbenen – und steht nicht nur an diesem Tag den Lebenden bei, die Abschied nehmen müssen. Seit Generationen begleitet die Glaubensgemeinschaft Menschen auf allen Etappen ihres Lebens: von der Geburt bis zum Tod, in Freude und in Leid. Sie bietet Rituale, Gebete und Worte des Trostes, aber auch konkrete Hilfe in schwierigen Lebensphasen – in Pfarreien, Kliniken, Hospizdiensten und Beratungsstellen.
Am Ende des Lebens und in Zeiten der Trauer suchen viele Menschen Orientierung und Nähe. Die Erzdiözese Freiburg versteht diese Begleitung als Auftrag: zuhören, mittragen, beten und feiern. Wer Unterstützung sucht, findet Ansprechpersonen in Pfarreien, Kliniken und Beratungsstellen – oder bei den zahlreichen Fachstellen, die sich diesem Auftrag widmen.
Sorgende Kultur stärkt Sterbende und Angehörige
Vorgestellt werden diese Angebote regelmäßig auf Veranstaltungen wie der Messe „Leben und Tod“ in Freiburg im Oktober, wo sich Interessierte informieren können, wie Seelsorge in Grenzsituationen stärken kann. Zum Netzwerk der Begleitung gehören auch die Krankenhaus- und Kurseelsorge, die Patientinnen, Patienten und Angehörige mit Gesprächen, Gebeten und Sakramenten begleitet, ebenso wie die Palliativseelsorge der Erzdiözese. Sie arbeitet eng mit dem Palliative Care Forum der Katholischen Akademie zusammen, um eine sorgende Kultur zu fördern, die Sterbende und ihre Angehörigen stärkt.
Auch die Trauerpastoral schafft Räume der Begegnung: in Trauercafés, Gruppen, Gedenkfeiern und Fortbildungen. Im Fachbereich „Liturgie des Abschieds“ werden Haupt- und Ehrenamtliche für Beerdigungsdienste qualifiziert. Die Broschüre „Sterben. Tod und Trauer. Gemeinsam Abschied nehmen“ des Palliative-Care-Forums informiert über Fragen rund um das Lebensende. Eine Handreichung der Initiative „Wert-volle Zukunft“ unterstützt bei der Regelung des Nachlasses.
In akuten Krisen steht die Notfallseelsorge bereit – ökumenisch getragen und eng mit Rettungsdiensten und Leitstellen vernetzt. Ergänzend stehen digitale Anlaufstellen wie Internet- und Telefonseelsorge zur Verfügung, die das seelsorgliche Netz vor Ort erweitern.
Ausbildungsangebote für Ehrenamtliche
In den Kirchengemeinden und Pfarreien engagieren sich viele haupt- und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger, die Menschen in allen Lebenslagen begleiten. Jüngst endete ein Ausbildungskurs für Ehrenamtliche in seelsorglicher Begleitung in Neckarelz, ein weiterer Kurs schließt Mitte Dezember in Hegne ab. Auch die traumasensible Seelsorge der Erzdiözese bietet spezialisierte Hilfe für Menschen, die nach belastenden Erfahrungen besondere Unterstützung benötigen.
Allerseelen erinnert daran, dass Liebe über den Tod hinaus verbindet. Die Seelsorge der Erzdiözese Freiburg will diesen Glauben erfahrbar machen – in der persönlichen Begleitung, in Gebeten und in gemeinsamer Hoffnung auf Leben in Fülle.
Kontaktmöglichkeiten in der Erzdiözese Freiburg
- Palliative Care Forum (Leitung Diözesane Fachstelle / Katholische Akademie): Dr. Verena Wetzstein, Studienleiterin, Tel. 0761 31918-126, E-Mail: verena.wetzstein@katholische-akademie-freiburg.de
- Kur- und Klinikseelsorge/Palliative Care: Dr. Simone Bell-D’Avis, Tel. +49 761 5144 257
- Liturgie des Abschieds (Begräbnispastoral): Jörg Müller, Institut für Pastorale Bildung, Tel. +49 761 5144 138, E-Mail: joerg.mueller@ipb-freiburg.de
- Notfallseelsorge (ökumenische Fachstelle, Erzdiözese Freiburg & Diözese Rottenburg-Stuttgart): Regina Wacker, Tel. 07237 278499, E-Mail: regina.wacker@seelsorgeamt-freiburg.de
- Ehe-, Familien- und Lebensberatung (Diözesanstelle / Referat Beratungsdienste): Bettina Zenner, Leitung, Tel. +49 761 70388081, mobil +49 162 9092464
- Pflege und Hospizarbeit (Caritasverband der Erzdiözese Freiburg): Rainer Kollmer, Tel. +49 761 8974225, E-Mail: kollmer@caritas-dicv-fr.de
Weitere Informationen und regionale Angebote: www.ebfr.de/trauer
(cvl/kas/mh)


