NEUE WEGE WAGEN FÜR MEHR SOZIALEN WOHNUNGSBAU

07.07.2025 | Familienbund startet Gespräche mit Landtagsabgeordneten

Neue Wege wagen für mehr sozialen Wohnungsbau: 
In seinem frisch veröffentlichten Positionspapier fordert der Familienbund, dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Familien und Geringverdienende entschiedener entgegenzutreten. Ab 15. Juli vertritt er seine Forderungen in Gesprächen mit den wohnungspolitischen Sprecher*innen der Landtagsparteien.
 

Freiburg, 7. Juli 2025
 
Der Familienbund blickt mit großer Sorge auf die anhaltend negativen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg. Insbesondere Familien und Personen mit geringem bis durchschnittlichem Einkommen leiden unter den stark gestiegenen Wohnkosten und beengten Wohnverhältnissen. Der Familienbund ruft deshalb die Landesregierung auf, dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum entschiedener entgegenzutreten als bisher.
 
Dazu hat der Familienbund ein Positionspapier mit fünf konkreten Maßnahmen veröffentlicht, die sofort umgesetzt werden könnten. Der Landesvorstand will die Forderungen in den aktuell stattfindenden Gesprächen mit den wohnungspolitischen Sprecher*innen der Landtagsparteien vorstellen und auf eine rasche Umsetzung drängen.
 
Der Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg ist schon seit Jahren in fast allen Kommunen angespannt. Haus- und Wohnungspreise befinden sich auf einem sehr hohen Niveau, die Mietpreise steigen weiter an. Bei allen Wohnungsgrößen herrscht Wohnungsmangel und insbesondere Wohnungen mit Sozialbindung werden immer knapper.
 
„Familien und Geringverdienende treffen diese Entwicklungen in besonderem Maße“, stellt der Landesvorsitzende des Familienbunds, Karlheinz Heiss, fest. Oft bedeute dies für Familien ein Wohnen auf beengtem Raum bei gleichzeitig hohen Wohnkosten, die teilweise zwischen 40 % und 50 % des Nettoeinkommens verschlingen. Allein schon Wohnraum zu finden, gestalte sich als sehr schwierig.
 
„Was wir der Landesregierung nun vorschlagen, zielt im Wesentlichen darauf ab, den sozialen Wohnungsbau für gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen wieder finanzierbar und damit wieder attraktiv zu machen“, erklärt Heiss. Er kritisiert insbesondere die zu strengen Förderregelungen, die in Kombination mit den hohen Baukosten zu einem fast vollständigen Erliegen des sozialen Wohnungsbaus geführt haben. „Wenn die Regierung hier nicht schnell gegensteuert, wird es gerade für Familien immer schwieriger, ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Und das betrifft längst nicht mehr nur Familien mit geringem Einkommen“, so Karlheinz Heiss.
 
Der Familienbund steht mit seinem Anliegen nicht allein. Zahlreiche weitere Verbände und Einrichtungen, allen voran der Landesfamilienrat Baden-Württemberg, schätzen die Lage ebenfalls als äußerst kritisch ein und unterstützen die Forderungen des Familienbunds. Die Verbände hoffen, dass durch ihren gemeinsamen Vorstoß der Stein endlich ins Rollen kommt und die Landesregierung rasch richtungsweisende Entscheidungen zur Bekämpfung des Wohnraummangels trifft. 
 
 
Familienbund der Katholiken in der Erzdiözese Freiburg
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