Mit großer Zufriedenheit und neuem Schwung für die eigene Praxis blicken 22 Teilnehmende auf das fünftägige Seminar „Spiritual / Existential Care interprofessionell (SpECi)“ zurück, das im Frühjahr 2025 in der Katholischen Akademie Freiburg stattfand. Das berufsgruppenübergreifende Seminar war ein voller Erfolg – inhaltlich tiefgehend, methodisch vielfältig und praxisnah zugleich. Aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen wird das Seminar im Jahr 2026 erneut angeboten.
SpECi-Seminar stärkt Fachkräfte in spiritueller Begleitung
SpECi, ein zertifiziertes Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), bringt Fachkräfte aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zusammen: Pflegende, Ärztinnen, Therapeutinnen, Mitarbeitende aus sozialen Diensten, Klinikseelsorgende, Hospizkoordinatorinnen und viele mehr. Im Seminar zeigte sich, wie bereichernd der interprofessionelle Austausch für alle Beteiligten ist. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Arbeitskontexten – von Akutkrankenhäusern über die stationäre Altenhilfe bis hin zu Palliativstationen und Hospizen – und brachten ihre Erfahrungen, Fragen und Perspektiven offen mit ein.
Geleitet wurde das Seminar von Dr. Margit Gratz (Theologin und Palliativfachkraft) und Markus Müller (Diplom-Pflegewirt und Palliative-Care-Dozent), die beide mit hoher fachlicher und persönlicher Kompetenz durch die zehn Module führten. Die Inhalte reichten von Zugängen zur Spiritualität in Gesundheit und Krankheit über den Umgang mit existenziellen Fragen und spirituellen Bedürfnissen bis hin zu hilfreichen Ritualen, Trauerbegleitung und Kraftquellen in belastenden Situationen. Ein Schwerpunkt lag auch auf spirituell-existenziellem Dialog und Kommunikation – ein Bereich, der von den Teilnehmenden als besonders praxisrelevant hervorgehoben wurde.
Das Anliegen des SpECi-Curriculums – Mitarbeitende im Gesundheitswesen für spirituelle Fragen zu sensibilisieren und ihre Handlungskompetenz im Umgang mit Spiritualität zu stärken – wurde in eindrücklicher Weise umgesetzt. In einer geschützten und zugleich professionellen Lernatmosphäre konnten persönliche Zugänge reflektiert, Fallbeispiele bearbeitet und neue Impulse für die eigene Berufspraxis entwickelt werden.
„Ich gehe gestärkt zurück in meinen Alltag“, so eine Teilnehmende am Abschlusstag. Dieser Satz steht exemplarisch für die Resonanz vieler: SpECi hat Räume geöffnet – für Austausch, Erkenntnis, Vertiefung und Ermutigung. Es wurde spürbar, dass Spiritualität im Gesundheitswesen nicht ein Randthema ist, sondern ein zentrales Element ganzheitlicher Sorge um den Menschen.
Veranstaltet wurde das Seminar vom Palliative Care Forum der Erzdiözese Freiburg, das sich der Vernetzung und Weiterbildung in palliativen Themen widmet. Mit Angebot von SpECi 2025 ist es dem Palliative Care Forum ein Anliegen, auf die Bedeutung interprofessioneller Bildungsangebote für die Praxis hinzuweisen und die spirituelle Dimension in der Palliative Care besonders in den Fokus zu nehmen.
Die nächste Durchführung von SpECi ist für 2026 geplant – Informationen dazu werden rechtzeitig auf der Website des Palliative Care Forums veröffentlicht: www.palliative-care-forum.de.
