Gerade in den aktuellen Diskussionen zum Umweltschutz und zur Klimapolitik scheinen sich die verschiedenen Positionen hierzulande oft unversöhnlich gegenüberzustehen. Dabei wird wechselseitig die Provokation und der Populismus der jeweils anderen Seite beklagt. In diesen politischen Fragen treten oft die vermeintlichen oder auch ganz realen Probleme einer „liberalen Demokratie“ offen zutage. Umgekehrt werden Tendenzen eines „libertären Autoritarismus aus gekränkter Freiheit“ (Amlinger/Nachtwey) befürchtet oder auch schon wahrgenommen. Die Kirchen hierzulande bekennen sich zu der notwendigen ökologischen Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Auch das Erzbistum Freiburg benennt als eines der strategischen Ziele künftiger Kirchenentwicklung: „Als Erzdiözese verstärken wir unser Engagement zur Bewahrung der Schöpfung.“
Wie können die Diskussion und die Wege zur Umsetzung von Umwelt- und Klimaschutz so gestaltet werden, dass möglichst viele „mitgenommen“ und in ihrer Freiheit, mit ihren Ängsten und Befürchtungen ernstgenommen werden?
Referent:
Prof. Dr. Gerhard Kruip (Christliche Sozialethik, Mainz)