Ergonomie

  
 
Ergonomie beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen des Menschen. 
Durch Anpassung der Arbeitsverhältnisse wie z.B. einem verstellbaren Schreibtischstuhl und die Anpassung des eigenen Verhaltens wie z.B. kurzen Bewegungspausen, kann die Belastung durch die Arbeit reduzieren.  
Da Ergonomie ein wichtiger Punkt bei der Vermeidung von Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz ist, sind regelmäßige Unterweisungen durch den Arbeits- und Gesundheitsschutz, die dieses Thema beinhalten, vorgeschrieben. Nehmen Sie jährlich daran teil und setzen Sie Ihr Wissen danach um! 
 
Details hierzu finden Sie unter folgendem Link: FAQ des Arbeitsschutzes.
 
Sie sind Experte an Ihrem Arbeitsplatz und deswegen liegt es auch an Ihnen aktiv zu werden, um die Arbeitsverhältnisse auf Ihre speziellen Anforderungen individuell anzupassen. Wussten Sie, dass Ihr Bürostuhl und die meisten Bürotische verstellbar sind und kleine Bewegungspausen im Büro- bzw. Homeoffice-Alltag die Belastungen merklich reduzieren können?
Aber lassen Sie uns noch praktischer werden – was kann ich selbst tun? Es braucht dafür nicht mehr als 10 Minuten, um die richtigen Einstellungen für Ihre Bedürfnisse zu finden.
 
Wenn Sie Hilfe und Unterstützung benötigen oder Interesse an einem Ergonomie-Workshop haben sind Ihre Betriebsärzte, Ihre Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Ihre zuständige Berufsgenossenschaft und nicht zu Letzt wir, vom Referat Betriebliches Gesundheitsmanagement, gerne für Sie da! Auf der Seite des Fachbereiches Arbeits- und Gesundheitsschutz erfahren Sie auch, was sie tun können, wenn Ihre Beschwerden bestehen bleiben.
 
Richten Sie Ihren Büro-/Bildschirmarbeitsplatz ergonomisch ein – so geht‘s:
  • stellen Sie zuerst Ihren Bürostuhl richtig ein, so dass Sie in Füßen, Knie- und Hüftgelenken sowie in den Armen/Schultern ungefähr 90 Grad-Winkel haben. Stellen Sie die Rückenlehne nicht fest, da diese den Rücken flexibel unterstützen soll und die Armlehnen nicht zu hoch, damit Sie Gewicht abgeben können und Ihre Schultern entspannt sind. Ein Fußhocker kann helfen einen Höhenunterschied auszugleichen (bei kurzen Beinen oder kleiner Körpergröße).
  • der Bürotisch hat idealerweise die gleiche Höhe wie Ihre Armlehnen
  • die Tastatur und die Computermaus befinden sich an der Tischkante vorne, ca. eine Handballenbreite entfernt von der Kante, um Ihnen eine aufrechte Sitzposition zu ermöglichen und Ihre Muskulatur nicht unnötig falsch zu beanspruchen
  • der Computerbildschirm befindet sich max. eine Armlänge entfernt, die Oberkante des Bildschirmes ist dabei max. auf Augenhöhe und leicht mit der Unterkante zu Ihnen gekippt, dies entlastet Ihre Halswirbelsäule und Ihre Augen. Bei den meisten bedeutet dies, dass der Bildschirm tiefer als gedacht einzustellen ist. Probieren Sie es aus!
Betriebsärzte können bei der korrekten Einstellung des Arbeitsplatzes ebenfalls eine große Unterstützung sein. So können sie vor Ort am jeweiligen Schreibtisch passende Hinweis zur korrekten Einstellung des Schreibtisches oder Stuhls geben. 
Um einen Ergonomie-Workshop für die Beschäftigten zu organisieren, kontaktieren Sie Ihre zuständige Betriebsärztin/Ihren zuständigen Betriebsarzt oder auch die zuständige Berufsgenossenschaft.
 
Wechseln Sie Ihre Sitzpositionen, vorne auf der Kante oder voll angelehnt; Drehen, Wippen, kleine Dehn- und Streckübungen zwischendurch - dies alles führt dazu, dass sich Ihre Muskeln immer wieder entspannen können, die Durchblutung angeregt und Beschwerden vorgebeugt wird.
Gerne können Sie sich, bei vorhandenen Möglichkeiten, an dieser Faustformel orientieren: 45 Minuten sitzen, 10 Minuten stehen, 5 Minuten bewegen. Auch wenn diese Maßnahmen vielleicht nicht für jede oder jeden so umsetzbar sind, ein wenig Augenmerk auf die Körperhaltung, Bewegung und Entspannung hilft unserem Körper Verspannungen und Beschwerden vorzubeugen.
Für einen dynamischen Arbeitstag hat die AOK drei Tipps zusammengestellt, die wir heute gezielt beim Arbeiten einsetzen und auf die wir achten können. Bei der IKK finden Sie darüber hinaus ein paar Bewegungstipps   
 
 
Je länger wir Zeit vor dem Rechner verbringen, desto mehr merken wir, dass unsere Augen trocken werden und teilweise zu jucken anfangen. Es können Augenschmerzen und Sehbeschwerden entstehen. Neben den technischen Einstellungen am Computer (Kontrast, Farbe, Abstand einhalten, Spiegelungen vermeiden) können auch gezielte Augenübungen helfen:
  • Lassen Sie Ihren Blick in die Ferne schweifen und fokussieren Sie alle 20 min einen ca. 6m entfernten Gegenstand für 20 Sekunden
  • Legen Sie für eine halbe Minute Ihre gewölbten Hände auf die geschlossenen Lider und denken an einen schönen Ausblick
  • Reißen Sie im Wechsel die Augen auf und kneifen Sie diese wieder zusammen und wiederholen Sie das 6-10 x
Darüber hinaus hat die AOK fünf Tipps zusammengestellt, wie wir unsere Augen während eines langen Arbeitstages entlasten können. 
 
Nutzen Sie das Untersuchungsangebot, die sogenannte G37, Ihrer Betriebsärzte um Ihre Augen bzw. Ihre Sehfähigkeit regelmäßig überprüfen zu lassen. 
 
 
In regelmäßigen Abständen bieten Betriebsärzte innerbetriebliche Augenuntersuchungen an, die sogenannte G37. Wenn die Betriebsärztin/ der Betriebsarzt eine Bildschirmarbeitsplatzbrille empfiehlt, finden Sie den entsprechenden Antrag sowie Infomaterial im Downloadbereich für Materialien aus dem Bereich des Personal-, Dienst- und Arbeitsrechtes.