Domfabrikfonds

 
Der Domfabrikfonds wurde mit der Gründung der Erzdiözese Freiburg im Jahr 1827 eingerichtet und ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung. Er wurde insbesondere gegründet und mit Mitteln ausgestattet, um im Freiburger Münster, das mit der Bistumsgründung zur Kathedrale wurde, die bischöfliche Liturgie zu ermöglichen. Heute trägt der Domfabrikfonds insbesondere die Dommusik. Er wird vom Erzbischof und dem Domkapitel verwaltet. 
 

Aktuelle Informationen zur Situation der Freiburger Dommusik

Die Erzdiözese Freiburg und der Domfabrikfonds möchten umfassend und transparent über die Entwicklungen rund um die Freiburger Dommusik und die Entlassung des Domkapellmeisters informieren. Ziel ist es, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten die Hintergründe und Fakten darzulegen und einen unmittelbaren Dialog zu ermöglichen.

Hintergrund

Die Freiburger Dommusik ist ein zentraler Bestandteil des geistlichen und kulturellen Lebens in der Erzdiözese. Ihre langjährige Tradition und das Engagement zahlreicher Mitwirkender machen sie zu einem besonderen Schatz. Vor diesem Hintergrund wurde die Entscheidung, den bisherigen Domkapellmeister zu entlassen und freizustellen, nach sorgfältiger Abwägung und zahlreichen Vermittlungsversuchen getroffen. Der Domfabrikfonds betont, dass dieser Schritt nicht leichtfertig erfolgte. Die Bemühungen, die bestehenden Konflikte zu befrieden und arbeitsrechtliche Konsequenzen abzuwenden, haben sich über Jahre hingezogen und die Beteiligten viel Mühe, Geduld und Kraft gekostet, doch die zahlreichen Gespräche wie auch die Mediationsversuche sind letztlich erfolglos geblieben, sodass es zur Kündigung als letztem Ausweg keine Alternative mehr gab.

Stellungnahme des Dompropstes Weihbischof Dr. Peter Birkhofer

Weihbischof Dr. Peter Birkhofer, Dompropst am Freiburger Münster, unterstreicht: „Die Entscheidung wurde im Interesse der Dommusik und der gesamten Gemeinschaft getroffen. Sie war notwendig, um gravierenden Missständen und Herausforderungen zu begegnen, die sich in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Es ist unser Ziel, die Dommusik für die Zukunft zu stärken und weiterhin ein hohes künstlerisches und geistliches Niveau zu gewährleisten.“
 

FAQ – Häufige gestellte Fragen zur Situation

 

Die Entscheidung wurde als Reaktion auf das Scheitern zahlreicher Gespräche und Vermittlungsversuche getroffen. Im Vordergrund stand dabei um die Behebung von schwerwiegenden Missständen sowie um strukturelle und organisatorische Fragen, die im Interesse der gesamten Dommusik gelöst werden mussten.
 

Der Prozess umfasste eine eingehende, nicht nur juristische Prüfung, bei der alle relevanten Aspekte durch den Domfabrikfonds sorgfältig abgewogen wurden.
 

Ja, der Domfabrikfonds plant, die Position des Domkapellmeisters zeitnah neu zu besetzen. Ein Auswahlverfahren wird vorbereitet, um eine geeignete Nachfolge zu finden.
 

Die Dommusik soll weiterhin ein Ort des musikalischen und geistlichen Wirkens sein. Geplante Maßnahmen umfassen die Stärkung der Strukturen, eine engere Einbindung der Gemeinschaft und die Weiterentwicklung des musikalischen Profils. Der Domfabrikfonds prüft momentan sehr intensiv -auch mit Hilfe des Rechnungshofes- eine organisatorische Neuausrichtung der Dommusik.
 

Die Erzdiözese steht in Kontakt mit denjenigen Beteiligten bzw. deren Vertretern, die auch weiterhin Interesse an der Mitwirkung an der Dommusik haben, um Unterstützung und Klärung anzubieten. Zudem wird ein Begleitprozess gestartet, um die aktuellen Herausforderungen gemeinsam und zukunftsgerichtet zu bewältigen.
 

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf dieser Seite, die regelmäßig aktualisiert wird.
 
Der Domfabrikfonds bedankt sich für das Verständnis und die Unterstützung. Wir setzen alles daran, die Dommusik im Sinne ihrer Tradition und einer guten Zukunft weiterzuentwickeln. Nochmals möchten wir an dieser Stelle betonen, dass der Domfabrikfonds so transparent kommuniziert, wie es rechtlich möglich ist. Die Beachtung rechtlicher Schranken in der öffentlichen Kommunikation ist auch für uns verpflichtend, auch wenn dadurch leider manchmal der Eindruck einer nicht vollen Transparenz entstehen kann.