Die Männerpastoral im Erzbistum Freiburg knüpft an die Lebenswirklichkeiten von Männern an. Sie entwickelt Angebote, bei denen Männer sich mit dem Evangelium auseinandersetzen und dabei erfahren können, dass die Botschaft kräftigend und heilend sein kann. Viele Männer nehmen wahr, dass sie in ihrer Sozialisation auf bestimmte Rollenmuster festgelegt wurden. Eine immer größer werdende Zahl möchte ihr Leben neu und nicht an traditionellen Männerbildern ausrichten. Sie definieren ihre eigene Männlichkeit individuell und gleichzeitig sozial vernetzter als bisher.
In der Bildungsarbeit mit Männern wird biografisch an den Lebensthemen der Männer angesetzt und sie werden ermutigt, ihre Männlichkeit zu entfalten und sich kritisch mit Rollenzuschreibungen auseinander zu setzen. Dafür werden geschützte Räume (in Bildungshäusern, Klöstern, Natur, Internet usw.) bereitgestellt. Die Begleitung der Erfahrungs- und Lernprozesse der Männer ist einfühlsam und bestärkend. Sorgsam gestaltete Rituale wie Redestabrunden, Solozeiten, Schwitzhütten, Segnungen, Salbungen und Gottesdienste stiften dabei Sinn und Gemeinschaft, vermitteln Sicherheit und stärken Männer auf ihrem Lebensweg.
Für haupt- und ehrenamtliche Multiplikatoren in der Männerarbeit gibt es fachliche und methodische Fortbildungen zu gesellschaftlich und kirchlich relevanten Themen. Die Männerseelsorger in den Dekanaten und die zur Männerpastoral beauftragten Mitarbeiter sind vernetzt. Die Männerpastoral richtet sich an den sich ändernden Männerthemen in Kirche und Gesellschaft aus und setzt sich für eine Geschlechterpolitik ein, die die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen im Alltag umsetzt.